Hochschule PforzheimKreislaufwirtschaft für Seltenerdmagnete- Partner von SUSMAGPRO präsentieren Ergebnisse

Magnetrecycling mit Hilfe von Wasserstoff mit dem patentierten HPMS Verfahren

Permanentmagnete auf Basis von Seltenen Erden (SE) sind kritische Komponenten in vielen technologischen Produkten, wie z.B. E-Fahrzeuge und Windturbinen. Bisher wird nur ein Bruchteil des Bedarfs in der EU auch durch EU-Produktion gedeckt und die Versorgung ist gefährdet. Recycling kann ein Teil der Lösung sein, wie das vor Kurzem abgeschlossene EU-Projekt SUSMAGPRO zeigt.  Folgeprojekte, die wir gemeinsam mit Prof. Dr. Carlo Burkhardt von der Hochschule Pforzheim und weiteren europäischen Partnern durchführen, verfolgen komplementäre Ansätze, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Magnetwertschöpfungskette nachhaltiger und resilienter zu machen.

In SUSMAGPRO haben 18 europäische Projektpartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Pilotmaßstab Lösungen entwickelt, um Seltenerdmagnete leichter zu identifizieren, von Abfällen zu trennen und wertvolle SE zurückzugewinnen sowie funktionstüchtige recycelte SE-Materialen und Magnete in nachhaltigeren Prozessen herzustellen. Die resultierenden Magnete wurden im Jahr 2023 erfolgreich in Lautsprechern und elektrischen Motoren getestet.

Folgeprojekt REEsilience befasst sich mit sicherer Lieferkette

Das EU-Projekt REEsilience widmet sich dem Aufbau einer resilienten Lieferkette für Magnetwerkstoffe auf der Basis Seltener Erden und startete im Sommer 2022 mit einer Laufzeit von vier Jahren. 18 europäische Partner teilen sich eine Fördersumme von 12 Millionen Euro. Der Löwenanteil von knapp 2,5 Millionen geht an die Hochschule Pforzheim, weitere 550.000 Euro an das neu gegründete Hochschul-Startup HyProMag GmbH.

Erfolgreiche EU-Antragstellungen in 2023

Im Jahr 2023 wurden zwei weitere Forschungsprojekte mit Unterstützung des Steinbeis Europa Zentrums bei der EU eingereicht. Im Januar 2024 kam die gute Nachricht, beide Projektanträge wurden bewilligt. GREENE wird vom slowenischen Jožef Stefan Institut koordiniert und leistet Pionierarbeit in der Magnetforschung: Partner gehen hier auf Mikrostrukturebene, um diese mit innovativen Methoden so neu zu gestalten, dass der Gehalt an Seltenen Erden reduziert werden kann.

Mit dem Projekt HARMONY will man einen Recyclingkreislauf für Permanentmagnete im Pilotmaßstab in Europa etablieren. Dieser Kreislauf umfasst die Sammlung und Demontage von magnethaltigen Abfällen, die Rückgewinnung und Herstellung von recycelten SE-Materialen durch direkte und indirekte Recyclingtechnologien, die Herstellung von gesinterten oder gebundenen Magneten aus den recycelten Materialen und deren Validierung in Endnutzeranwendungen. Im Fokus stehen Anwendungen in Windkraftanlagen, Elektromotoren und anderen Elektro- und Elektronik-Altgeräten.

Enabling Innovators to Grow

Das Steinbeis Europa Zentrum war als Projektpartner in SUSMAGPRO zuständig für Kommunikations- und Vernetzungsaktivitäten, die Verbreitung der Projektergebnisse und der Entwicklung und Analyse von Verwertungsmodellen sowie für die Unterstützung bei Koordination und administrativem Projektmanagement. In den Projekten REEsilience und GREENE übernimmt es als Projektpartner ähnliche Aufgaben. In HARMONY liegt der Fokus für das Steinbeis Europa Zentrum auf der Entwicklung von Verwertungsstrategien und Geschäftsmodellen für die Projektergebnisse sowie der Vernetzung mit relevanten Initiativen und Projekten auf dem Gebiet.

Weitere Informationen zu SUSMAGPRO: https://www.susmagpro.eu/

Weitere Informationen zu REEsilience: Widerstandsfähige und nachhaltigere Versorgungsketten für kritische Rohstoffe (REEsilience) - Steinbeis DE (steinbeis-europa.de)

Erfahren sie mehr über die Reise von Prof. Dr. Carlo Burkhardt: Die Lieferketten für Seltenerdmagnete nachhaltiger und sicherer gestalten - Steinbeis DE (steinbeis-europa.de)

Transforming Economies | Seltene Erden: Warum sie für die Transformation recycelt werden sollten - Transforming Economies (transforming-economies.de)

„Die Kolleginnen am Steinbeis Europa Zentrum sind für uns starke Partner in Fragen Kommunikation, Verwertung und Projektmanagement. Sie halten uns den Rücken frei für die Forschung und Entwicklungsarbeit und liefern außerdem einen hervorragenden Beitrag zur Entwicklung von Verwertungsstrategien für die neuen Technologien und Pilotanlagen.“

Professor Dr. Carlo Burkhardt, Hochschule Pforzheim

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