Nachhaltiger Verkehr und Elektromobilität

Eine der Flaggschiffinitiativen im Rahmen der Europa 2020-Ziele ist ein ressourceneffizientes Europa. In diesem Zusammenhang ist die Modernisierung des Transportsektors neben der Förderung von alternativen Energien von zentraler Bedeutung. Zielsetzung ist die Schaffung eines nachhaltigen Verkehrs- und Transportsystems. Dieses sollte sowohl ressourceneffizient, umweltverträglich, sicher und nahtlos, als auch zum Vorteil der Bürger, der Wirtschaft und der Gesellschaft Europas sein und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Verkehrsindustrie fördern.

Die wichtigsten politischen Ziele der europäischen Forschungsförderung im Bereich Transport sind Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Um dies zu erreichen wurden folgende Prioritäten definiert:

  • Innovation zur Erhaltung und Erweiterung von Marktanteilen und Beschäftigung (harter, internationaler Wettbewerb)
  • Ressourceneffizienz anstatt Klimawandel und Unabhängigkeit vom Erdöl
    (Erfüllung der 20/20/20 Energie-, Klima-, und Umweltziele)
  • Minderung schädlicher Emissionen , Verbesserung der Luftqualität
    (30% aller CO2-Emissionen stammen aus dem Transportsektor)
  • Netzkapazität und Verkehrsverlagerung statt Sättigung und Staus (Staukosten : 1 bis 2% des BIP)
  • Intelligente Lösungen für Sicherheit
    (28000 Verkehrstote (Straße) / Jahr in der EU)

Die Förderung des europäischen Transportsystems basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, der intermodale Besonderheiten berücksichtigt und den politischen Vorgaben entspricht.

Horizont 2020

Im Programm Horizont 2020 wird der Themenbereich Transport in der Priorität "Gesellschaftliche Herausforderungen" im Bereich Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr gefördert. Das Arbeitsprogramm 2014-2015 ist in drei übergeordneten Themenkomplexe gegliedert:

  • Mobilität für Wachstum (Verkehrsträgerspezifisch: 1. Luftfahrt, 2. Schiene, 3. Straße, 4. Schifffahrt, Integriert: 5. Städtische Mobilität, 6. Logistik, 7. Intelligente Verkehrssysteme, 8. Infrastruktur Querschnittsthemen: 9. sozioökonomische Forschung und Verhaltensforschung),
  • Grüne Fahrzeuge
  • Small Business and Fast Track to Innovation.

Das Programm ist nach den folgenden vier Grundzügen strukturiert:

  • Ressourcen- effizienter Transport, der die Umwelt respektiert. Ziel ist es die Auswirkungen der Verkehrssysteme auf Klima und Umwelt (einschließlich Lärm und Luftverschmutzung) durch die Verbesserung der Effizienz bei der Nutzung der natürlichen Ressourcen, und durch die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu minimieren.
  • Bessere Mobilität, weniger Staus, mehr Sicherheit. Ziel ist es, die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse mit einem verbesserten Fließverkehr, durch innovative Lösungen für nahtlose, inklusive, kostengünstige, sichere und robuste Transportsysteme in Einklang zu bringen.
  • Globale Führung für die europäische Transportindustrie. Das Ziel ist es, die Wettbewerbs-und Leistungsfähigkeit der europäischen Verkehrsfertigungsindustrie und verwandter Dienstleistungen, einschließlich Logistikprozesse zu stärken und die Führungsrolle in bestimmten Bereichen(beispielsweise bei der Luftfahrt) zu behalten.
  • Sozio-ökonomische -und Verhaltensforschung und vorausschauende Aktivitäten für Entscheidungsträger. Ziel ist eine bessere Politikgestaltung, um Innovationen zu fördern und die Herausforderungen, die durch den Transport entstehen und die gesellschaftlichen Bedürfnisse, die damit verbunden sind, zu unterstützen.

TEN- T /TEN-V Trans-European Networks Transport, Transeuropäisches Verkehrsnetz

Das transeuropäische Verkehrsnetz umfasst die Infrastruktur (Straßen, Eisenbahnstrecken, Binnenwasserstraßen, Häfen, Flughäfen, Navigationseinrichtungen, Umschlaganlagen, Rohrleitungen) sowie die für den Betrieb dieser Infrastruktur notwendigen Dienstleistungen. Es wird den Osten mit dem Westen verbinden und ein europäisches Netzwerk aufbauen. Das Kernnetzwerk soll bis 2030 aufgebaut werden und hat folgende Ziele:

  • Schaffung von Verbindungen zur Erleichterung von Beförderungen
  • Optimierung der Effizienz der vorhandenen Infrastruktur
  • Verwirklichung der Interoperabilität der Netzteilbereiche
  • Berücksichtigung des Umweltschutzes bei Planung und Aufbau des Netzes

Joint Undertaking Fuel Cells and Hydrogen

Bei den Joint Untertakings (JU) handelt es sich um langfristig angelegte öffentlich-private Partnerschaften zur Unterstützung transnationaler Forschungszusammenarbeit in ausgewählten Technologiefeldern, die auf die Ergebnisse der Europäischen Technologieplattformen zurückgehen. Schlüsselrollen für eine nachhaltige, sichere und unabhängige Energieversorgung könnten hierbei Wasserstoff als Energieträger und Brennstoffzellen als Energiewandler spielen. Doch bis es soweit ist, müssen noch technische Hürden überwunden werden. Im Rahmen der Initiative Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH-JU) soll ein Erfahrungsaustausch zwischen Industrie, nationalen und europäischen Programmen gefördert und somit eine zielorientierte gemeinsame Forschung ermöglicht werden.

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Portrait Samantha Michaux
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