EU-Projekt SmartEnCity

Auf dem Weg zu intelligenten und energieneutralen Städten in Europa

Im Projekt SmartEnCity, gefördert von der Europäischen Komission, arbeiten 35 Partner aus sechs Ländern unter der Koordination von Fundación TECNALIA Research & Innovation daran, intelligente und energieneutrale Städte in Europa Realität werden zu lassen.

Hauptziel von SmartEnCity ist es, einen anpassungsfähigen und übertragbaren systemischen Ansatz zur städtischen Transformation in nachhaltige, intelligente und ressourceneffiziente städtische Umgebungen in Europa zu entwickeln. Erreicht werden soll dies durch eine integrierte Planung, die alle relevanten Akteure auf Stadtebene einbindet, und durch Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in den am stärksten Energie benötigenden Sektoren in den Städten. Gleichzeitig soll das Angebot an erneuerbaren Energien erhöht und seine Vorteile demonstriert werden.

Basis der Aktivitäten ist das „Smart Zero Carbon City“-Konzept: Städte, in denen der Kohlenstoff-Fußabdruck und der Energiebedarf auf ein Minimum beschränkt sind, durch bedarfsgesteuerte Technologien, die Energie sparen und gleichzeitig das Bewusstsein der Bevölkerung zum Energieverbrauch fördern. Zugleich ist die Energieversorgung vollständig durch erneuerbare Energien abgedeckt und saubere und lokale Energieressourcen werden von energiebewussten Bürgern sowie koordinierten öffentlichen und privaten Akteure intelligent verwaltet.

Dieser Ansatz wird in den drei Leuchtturm-Demonstrationsstädten Vitoria-Gasteiz in Spanien, Tartu in Estland und Sønderborg in Dänemark zunächst im Detail definiert, geplant und schließlich getestet werden.

Die drei Städte mittlerer Größe werden eine Reihe von koordinierten Aktionen entwickeln, die die folgenden Ziele verfolgen:

  • Eine deutliche Verringerung der Nachfrage nach Energie im bestehenden Wohngebäudebestand, durch kosteneffiziente Nachrüstungsaktionen zur Einsparung von Energie auf Stadtteilebene.
  • Eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Energieversorgung, durch umfangreiche Bündelung der lokalen Potenziale.
  • Eine stärkere Nutzung von sauberer Energie in der städtischen Mobilität, sowohl für die Bürger als auch für den Transport von Waren, durch den umfangreichen Einsatz von umweltfreundlichen Fahrzeugen und einer grünen Infrastruktur.

Die begleitende Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien soll eine abgestimmte Planung der Demonstrationsvorhaben und deren Umsetzung unterstützen und auch die Bürger einbinden. Diese Maßnahmen werden an individuellen Integrierten Stadtentwicklungsplänen ausgerichtet werden. Der Prozess wird in den beiden Städte Lecce (Italien) und Asenovgrad (Bulgarien) wiederholt werden, um seine Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten und die langfristigen Wirkungen des Projekts zu erhöhen. Zusätzlich wird ein SmartEnCity Netzwerk aus weiteren Städten aufgebaut, um die Vervielfältigung des SmartEnCity-Ansatzes auf europäischer Ebene zu unterstützen.

Aufgaben des SEZ im Projekt:

  • Forschungsunterstützung u.a. beim Test der Forschungsergebnisse
  • Kommunikation; Zusammenführung der Forschungsergebnisse mit der Praxis
  • Verbreitung der Forschungsergebnisse
  • Erschließung weitergehender Forschungsmaßnahmen.

Projektlaufzeit: 02/2016 – 07/2021

Beteiligte Länder: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Italien, Spanien

Portrait Valerie Bahr
Valerie Bahr
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Portrait María Sol Rau
Dr. María Sol Rau
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Portrait Lena Ohlig
Lena Ohlig
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