EU-Projekt Smart4Europe

Zentrale Plattform und Katalysator zur Digitalisierung

Digitalisierung ermöglicht verbesserte oder neue Funktionalitäten in Produkten und Dienstleistungen. Dabei sollen möglichst alle Branchen, Unternehmensgrößen und europäische Regionen erreicht werden. Vor allem KMU aus nicht-Hightech-Branchen benötigen einen einfachen Zugriff auf entsprechende Technologien. Das Projekt Smart4Europe schafft dafür eine zentrale Kontakt- und Informationsstelle.

Mit dem digitalen Wandel verfolgt die Europäische Kommission ein ehrgeiziges Ziel. Jedes Industrieunternehmen in Europa soll unabhängig von seiner Größe, seiner Branchenzugehörigkeit oder seines Standortes in die Lage versetzt werden, in vollem Umfang von digitalen Innovationen zu profitieren, um dadurch seine Produkte, Prozesse oder Dienstleistungsangebote zu verbessern. Um dies zu erreichen, wurde die Initiative „Smart Anything Everywhere“ (SAE) ins Leben gerufen. Die SAE Initiative hat sich zwischenzeitlich erfolgreich als Schnittpunkt und Dachmarke etabliert. Einen Schwerpunkt bilden dabei aus EU-Mitteln geförderte Projekte mit Vorbildcharakter zum Technologietransfer für europäische KMU, die an verschiedenen Stellen der jeweiligen Wertschöpfungsketten ansetzen und sich auf die unterschiedlichsten Bereiche der Digitalisierung ausrichten.

Seit September 2017 fördert die SAE Initiative das Projekt Smart 4 Europe, das als wichtiger Katalysator für die Digitalisierungsbestrebungen in Europa verstanden wird. Es soll:

  • die Zusammenarbeit der Projekte innerhalb der SAE Initiative unterstützen
  • ihre Reichweite und Wirkmacht verstärken
  • Interessenten aus unterschiedlichen technischen Bereichen, Anwendungsfeldern und europäischen Regionen zusammenbringen und für die Möglichkeiten des digitalen Wandels begeistern

Daraus ergibt sich für das Projekt eine Reihe sehr anspruchsvoller Aufgaben. Das Internetangebot der SAE Initiative (www.smartanythingeverywhere.eu) wird  zu einem umfassenden Innovationsportal erweitert und dient als zentrale Kontakt- und Informationsstelle zur Digitalisierung in Europa. Ein Technologieradar identifiziert neue Technologien, von denen der Digitalisierungsprozess künftig profitieren kann. Die enge Vernetzung mit regionalen und nationalen Initiativen soll Synergien ermöglichen, Investitionen in Digitalisierung erleichtern und entsprechendes Wirtschaftswachstum stimulieren. Darüber hinaus ermöglicht Smart 4 Europe Digitalisierungs-Projekten gemeinsame Messeauftritte und koordinierte Kommunikationsaktivitäten und eröffnet neue Chancen zur Geschäftsanbahnung und  Vermarktung ihrer Ergebnisse. Veranstaltungen und Internetpodien zum Austausch bewährter Verfahren und „Best Practice“ Erfahrungen runden das Angebot ab.

Das Konsortium wird angeführt von Hahn-Schickard aus Villingen-Schwenningen. Das baden-württembergische Forschungsinstitut bietet Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen für Mikrosysteme an.  Schwerpunkte des Institutes sind dabei z.B. die Smart Systems Integration (SSI) und die Arbeit an Cyber-Physischen Systemen (CPS). Die Steinbeis 2i GmbH ist der zweite Vertreter Baden-Württembergs im Konsortium. Steinbeis 2i bringt wertvolle Erfahrung im Veranstaltungsmanagement und europaweite Kontakte in das Projekt ein, etwa durch seine Aktivitäten im Enterprise Europe Network (EEN) mit Unternehmen aus mehr als 50 Ländern. Weitere Projektpartner sind die Unternehmen und Forschungseinrichtungen THHINK BV (Amsterdam), BME (Budapest), Blumorpho SAS (Paris), CEA-LETI und CEA-LIST (Grenoble) sowie fortiss GmbH (München).

Smart4Europe wird mit rund einer Mio. Euro aus dem Programm Horizont 2020 (Grant Agreement No 761448) gefördert.

Projektlaufzeit: 09/2017 - 08/2019

Beteiligte Länder: Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Ungarn

Portrait Meike Reimann
Dr. Meike Reimann
0721 93519 119