EU-Projekt PRORES

Entwicklung eines Rahmenkonzepts für Forschungsethik und Forschungsintegrität

Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung bilden oftmals die Grundlage für politisches Handeln. Wurden diese aufgrund von fehlender Integrität mangelhaft oder unethisch durchgeführt, haben sie keinen Nutzen für politische Entscheidungsträger. Fehler, bewusste Täuschungen oder unehrliche Handlungen von Forschern können so zu negativen Auswirkungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt führen.  Nur eine solide, zuverlässige und transparente Forschung, die von politischen Ideologien und persönlichen Interessen losgelöst ist, bringt aussagekräftige Fakten hervor, die das soziale Wohlergehen und den gesellschaftlichen Fortschritt fördern.

Das Projekt PRO-RES hat sich zum Ziel gesetzt, ein Rahmenkonzept für Forschungsethik und -integrität zu schaffen, welches gemeinsam mit relevanten Stakeholdern entwickelt und von diesen anerkannt wird. Das Rahmenkonzept soll sich an den Oviedo und Helsinki Konzepten orientieren, unterscheidet sich aber durch den Schwerpunkt auf nicht-medizinische Wissenschaftsfelder.

Zum Erreichen dieses Ziels ist ein umfassender Dialog und Beratungsprozess mit relevanten Stakeholdern geplant. Mit dem Ziel so integrativ wie möglich zu sein, werden Stakeholder aus einer möglichst großen Themenbreite angesprochen, die dann in die Entwicklung des Rahmenkonzepts einfließen sollen. So wird ein Konzept vom Typ Oviedo/Helsinki geschaffen, welches auf den Bereich nicht-medizinischer Forschung Anwendung finden kann. Dabei stützt sich dieser Entwicklungsprozess auf vorherige Arbeiten, finanziert von der EC und anderen nationalen und internationalen Agenturen.

Es wurden bereits wertvolle, grundlegende Anstrengungen auf dem Gebiet unternommen, allerdings im späteren Fortschritt nicht ausreichend anerkannt. PRO-RES zielt darauf ab, diese Erkenntnisse einzubinden und die existierenden Vorschriften, Richtlinien und Rahmenkonzepte auf dem Gebiet nicht-medizinscher Forschung einzubeziehen, die richtigen Stakeholder zu involvieren, relevante Elemente zu extrahieren und zu einem holistischen, leicht verständlichen Gesamtkonzept zu synthetisieren.

Die Steinbeis 2i GmbH ist in diesem Projekt verantwortlich für die Leitung des umfangreichen Beratungsprozesses und unterstützt bei der Identifikation geeigneter Stakeholder sowie der Entwicklung des Rahmenkonzepts.

PRO-RES ist eine Coordination and Support Action und wird von der Europäischen Kommission mit 2,8 Millionen Euro gefördert. Das Konsortium besteht aus 14 Mitgliedern aus 9 Ländern unter Koordination der European Science Foundation (ESF) aus Frankreich.

Projektlaufzeit: 05/2018 - 04/2021

Beteiligte Länder: Belgien, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien

Portrait Karsten Bolz
Karsten Bolz
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