Smart Cities Marktplatz bietet Lösungen für alles, was smarte Städte brauchen

Die Steinbeis 2i sorgt für Kontinuität in der Kommunikation und Kooperation der Smart Cities Akteure

Knapp 80 Prozent der europäischen Bürgerinnen und Bürger leben heute in Städten und erwirtschaften 85 Prozent des EU-BIP. Städte sind Vorreiter in Fragen des Klimaschutzes und gehen bereits mit gutem Beispiel zum Einsatz kohlenstoffarmer Technologien voran. Unter dem Dach der Europäischen Innovationspartnerschaft für intelligente Städte und Gemeinden European Innovation Partnership on Smart Cities and Communitiesunterstützt die EU europäische Städte und Industrien bei dieser urbanen Transformation, mit dem Ziel, als Stadt bis 2050 klimaneutral zu werden. An der Plattform wirken inzwischen üb­­er 7.500 Mitglieder mit.

Mit dem Smart Cities Marketplace bringt die Europäische Kommission Städte, Industrien, KMU, Investoren, Forscher und andere Akteure aus dem Smart Cities-Bereich zusammen. Die Steinbeis 2i GmbH ist für die Verbreitung und Kommunikation aller Aktivitäten des Marktplatzes verantwortlich und sorgt für eine erhöhte Außenwirkung und eine verbesserte interne Kommunikation innerhalb der verschiedenen Smart Cities Projekte. Ebenso verbreitet sie die Projektergebnisse, zum Beispiel durch die Durchführung von Veranstaltungen angedockt etwa an die Smart City Expo in Barcelona, die Nordic Edge in Stavanger oder die European Sustainable Energy Week in Brüssel. Blogs, Podcasts und Videobeiträge und die Veröffentlichung eines zweimonatlichen Newsletters sind weitere Aktivitäten, um die Plattform bekannt zu machen.

Die PR-Maßnahmen werden bei der Steinbeis 2i von Gabi Kaiser und Sabine Haeßler umgesetzt. Gabi Kaiser kümmert sich um externe Kommunikation wie u.a. den Newsletter und aktuelle Beiträge. Sabine Haeßler um das Eventmanagement und die Gesamtkonzeption der Veranstaltungen.

Anfang September führte die Steinbeis 2i die Generalversammlung des Marktplatzes als hybrides Format in einem Mix aus Präsenzveranstaltung in Brno, Tschechien sowie unterschiedlichen Online-Formaten durch.

Sabine, wie ist es in Zeiten von Covid-19 gelungen, den Austausch der Smart Cities lebendig zu halten?

Sabine Haeßler: Mit über 300 Teilnehmenden, 100 bilateralen Online-Gesprächen, 20 Workshops mit 70 Referenten, darunter die EU-Energiekommissarin Kadri Simson, und unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern aus europäischen Städten sowie Smart Cities Projekten ist es uns gelungen, das hybride Event zu einem großen Erfolg zu machen. Aus einem Green Screen Studio mit Moderation vor Ort haben wir von Stuttgart aus alle Fäden in der Hand gehabt. Hier entstand ein virtuelles TV-Studio, aus dem wir unsere Veranstaltung auf eine Online-Plattform und darüber nach ganz Europa übertragen haben. Auch auf die URBIS Smart City Messe in Tschechien, wo die Versammlung ursprünglich stattfinden sollte. Unser gesamtes Programm lief auf einer dortigen Bühne sowie an unserem Stand vor Ort, der auch personell besetzt war. Außerdem haben die Redner und Kollegen, die sich vor Ort befanden, sowohl zum Messepublikum als auch zu unseren Online-Zuschauern sprechen und mit ihnen interagieren können. Als zentrale Anlaufstelle der Veranstaltung haben wir eine Online-Plattform genutzt, auf der das übertragene Live-Programm, alle Workshops – online und auch die vor Ort in Tschechien – sowie Veranstaltungsinformationen, Netzwerk- und Brokerage-Möglichkeiten und vieles mehr gebündelt erreichbar waren. Technisch, koordinativ und konzeptionell hochspannend.

https://eu-smartcities.eu/news/between-brno-and-online-summary-eip-scc-marketplace-general-assembly-23-sept-2020

Was bietet der Smart Cities Marktplatz und wer kann sich hier beteiligen?

Gabi Kaiser:  Der Marktplatz bietet eine Anlaufstelle für Städte, Unternehmen und Investoren. StädtevertreterInnen, die bereits mit intelligenten Technologien arbeiten, aber natürlich auch solche, die in Zukunft eine Smart City werden wollen, finden hier eine Plattform, um sich auszutauschen und um Kooperationen anzubahnen. Anbieter zukunftsgerechter Technologien treffen auf StädtevertreterInnen, die sich auf die Reise zu einer Smart City machen wollen, und Investoren sowie Banken finden klimaneutrale Investitionsmöglichkeiten. Auch Universitäten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Verbände sowie Regierungsvertreter finden die richtigen Informationen und Anknüpfungspunkte.

Unter dem Konzept ‚Explore, Shape, Deal‘ bieten wir eine Online-Plattform mit Artikeln, Networking-Möglichkeiten und Veranstaltungen an, die zum einen vorhandenes Wissen (Exploring possibilities), Hilfe zum Vorantreiben und Weiterentwickeln von Projekten (Shaping project ideas) und Investorenkontakte (close a Deal for launching your Smart City solution) vermitteln. Aktuell wirken 100 Städte aus 34 Ländern an diesem Austausch mit.

Wie können Städte und Kommunen auch aus Deutschland und Baden-Württemberg partizipieren?

Gabi Kaiser: Interessierte können den Newsletter abonnieren, sich auf der Internetseite umschauen oder an unseren Veranstaltungen kostenlos teilnehmen. Darüber hinaus bieten sechs so genannte Action Cluster die Möglichkeit zur Mitgliedschaft und Teilnahme an den jährlichen Treffen, um sich einzubringen. Die sechs Cluster agieren in diesen sechs Themenfeldern:

  • nachhaltige Umgebung (Gebäude und Stadtteil)
  • nachhaltige urbane Mobilität
  • Geschäftsmodelle, Finanzierung und Beschaffung
  • Bürgerbeteiligung  
  • Politik und Verordnungen und integrierte Planung
  • integrierte Infrastrukturen und Prozesse (auch Open Data)

 https://eu-smartcities.eu/clusters

Der Marktplatz ist eine Chance, vom Wissen und den Lösungen dieser großen Smart City-Familie zu profitieren.

Darüber hinaus bietet die Steinbeis 2i auch Unterstützung bei der Antragstellung, Finanzierung, Partnersuche und Projektdurchführung. Hier gibt es Kolleginnen und Kollegen, die diesen Prozess mit großer Erfahrung begleiten.

Welche Dienstleistungen und Services bietet der Marktplatz an?

Gabi Kaiser: Wir arbeiten auf dem Marktplatz Business orientiert. Das heißt wir treiben Kooperationen voran, die neue Lösungen auf den Markt bringen. Zugleich bringen wir Anbieter von Lösungen mit Investoren zusammen. So soll eine Investmentkapital von mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr bewegt werden.

Wir unterstützen die Projektentwicklung, helfen die richtige Finanzierung und die passenden Partner zu finden. Zum Beispiel bringen wir die Partner in Matchmaking Events zusammen. Darüber hinaus gibt es auch Weiterbildungen und Seminare zu fachspezifischen Themen. Der Marktplatz ist immer offen für neue Debatten und Themen und jeder kann hier Vorschläge einreichen. Und wer nicht sofort mit einem eigenen Projekt beitragen möchte, findet hier natürlich jede Menge Tipps, Erfahrungen und gute Beispiele der Leuchtturmstädte aus Europa.

Das Konzept der Smart City, wie die EU es vorsieht, verlangt innovative Lösungen im Hinblick auf die Nutzung erneuerbarer Energien, Energieeffizienz, Mobilität und IKT. Welches ist die größte Herausforderung für die europäischen Städte und Gemeinden?

Gabi Kaiser: Aktuell diskutieren wir sehr stark mögliche Post Covid Szenarios. Viele innovative Lösungen erfordern neue Geschäftsmodelle und Finanzierungslösungen, um Risiken zu verringern. Die Nachfrage nach besseren Infrastrukturen und Dienstleistungen nimmt stetig zu und öffentliche Haushalte stehen unter Zugzwang.

Ein zweites Thema ist die Replikation, in der die EU eine Kardinalsaufgabe sieht. In jedem der 17 Smart Cities Projekte gibt es Leuchtturmstädte – aktuell 46 Städte, die Lösungen entwickeln, und mindestens drei Fellow-Städte – insgesamt 70 Städte, die von diesen Lösungen profitieren und diese replizieren sollen. Eine Replikation über die Projekte hinaus ist ebenso gewünscht. Diese Herausforderungen, die das Thema Replikation mit sich bringt, haben wir gemeinsam mit unseren niederländischen und spanischen Projektpartnern in einer Broschüre zusammengefasst.

https://smartcities-infosystem.eu/sites/www.smartcities-infosystem.eu/files/document/scis_policy_paper_1_replication_web.pdf

Und das nächste große Event?

Sabine Haeßler: Der Smart Cities Marketplace ist aus der Verschmelzung des Marketplace of the European Innovation Partnership on Smart Cities and Communities (EIP-SCC) und des EU Smart Cities Information System (SCIS) der Europäischen Kommission entstanden, mit Start erster Oktober 2020. Die Zusammenarbeit mit den Smart Cities Lighthouse-Projekten unter dem Schirm des Horizon 2020-Programms und den folgenden Förderprogrammen zum Beispiel im Green Deal oder ab 2021 in Horizon Europe wird weiterhin großgeschrieben.

Am 4. und 5 November 2020 führen wir für die Europäische Kommission die Abschlusskonferenz der Initiative Smart Cities Information System durch. In der virtuellen Konferenz bringen wir die Städte aus Europa zusammen und wollen diese weiterhin für gemeinsame Projekte gewinnen. Des Weiteren sollen bereits angelaufene (EU-)finanzierte Projekte weiterentwickelt sowie das Netzwerk zwischen Städten und Smart City-Interessengruppen gefördert werden.

Außerdem wird die Konferenz den Smart Cities Marketplace als neue Anlaufstelle für alle SCIS-Inhalte und als die Plattform für Smart City-Matchmaking sowie Smart City-Aktivitäten vorstellen.

Weiterführende Informationen:

https://eu-smartcities.eu/news/between-brno-and-online-summary-eip-scc-marketplace-general-assembly-23-sept-2020

https://eu-smartcities.eu/news/welcome-smart-cities-marketplace

https://eu-smartcities.eu/

https://smartcities-infosystem.eu/scc-lighthouse-projects

https://smartcities-infosystem.eu/solutions

https://smartcities-infosystem.eu/experiences/lessons_learned

Expertinnen für Kommunikation

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