Innovationspolitik

Zusammen mit dem Europabeauftragten sind wir in stetem Austausch mit den politischen Verwaltungen und Funktionsträgern auf EU-, Landes- und regionaler Ebene.

Folgende Themen und Dienstleistungen bieten wir für Politik und Verwaltung:

Schlüsseltechnologien und deren Anwendung in der Industrie

Die Europäische Kommission (DG GROWTH) hat sechs Schlüsseltechnologien definiert, die sie für die Wettbewerbsfähigkeit der EU als prioritär ansieht. Dazu gehören die Photonik, Industrielle Biotechnologie, Mikro- und Nanoelektronik, Produktion, Nanotechnologie und Fortschrittliche Werkstoffe. Um vor allem dem Mittelstand den Zugang zu Prototypen, Verfahrensentwicklung, Testanlagen in all diesen Bereichen zu ermöglichen, hat das Steinbeis-Europa-Zentrum im Auftrag der DG Growth ein europaweites Inventory von möglichen Anbietern (Forschungs- und Entwicklungsinstituten) entwickelt und mögliche Kooperationsmodelle zwischen diesen ausgearbeitet. Die politischen Handlungsempfehlungen dazu wurden von der EU-Kommission aufgenommen und werden in den kommenden Ausschreibungen in H2020 umgesetzt.

Wir bieten Hilfestellung bei:

  • der Entwicklung von neuen Kooperations- und Dienstleistungsmodellen für einen verbesserten Zugang von Unternehmen zu Schlüsseltechnologie-Kompetenzen
  • der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und Pilotmaßnahmen für eine bessere Anbindung von Regionen an Kompetenzanbieter in Schlüsseltechnologien
Portrait Heike Fischer
Heike Fischer
0711 123 4014

Smart Specialisation durch Innovation und Kooperation

Intelligente Spezialisierung ist ein Ansatz, der von der Europäischen Kommission aufgegriffen und in allen Regionen, die eine EFRE Finanzierung erhalten wollen, umgesetzt werden musste. Die Regionen wurden aufgefordert, sich auf ihre wirtschaftlichen Stärken zu besinnen, diese auszubauen oder gezielt einzelne Schwächen anzugehen. So wird in die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit spezifischer Sektoren investiert, diese gestärkt, um dort relevante und messbare Effekte zu erzielen.

Wir unterstützen:

  • den Aufbau von Kooperationsprojekten, die die intelligente Spezialisierung z.B. der baden-württembergischen Industrie ergänzen und verstärken
  • die Nutzung der Makroregionen als Pilotregionen für Erprobung innovativer Kooperations- und Geschäftsmodelle
  • den Technologietransfer in den Makroregionen durch Anwendung des Steinbeis-Modells

In der Zusammenarbeit der Regionen spielt Smart Specialisation eine besondere Rolle und sollte sich darauf konzentrieren, die EFRE Effekte zu potenzieren. Wenn also eine Region sehr stark in einem traditionellen Sektor ist, dann sollte sie diesen durch Kooperationen mit Regionen stärken, die einen technologischen Mehrwert für diesen traditionellen Sektor bringen können.

Das SEZ engagiert sich in der Makroregion Donauraum und in den Kooperationsräumen Südlicher Oberrhein und Mitteleuropa, aber auch in den interregionalen Verbünden wie 4 Motoren und Vanguard, um die intelligente Spezialisierung zu stärken und die Regionen wettbewerbsfähiger zu machen.

Portrait Nina Fritz
Nina Fritz
0711 123 4024

Netzwerke und Cluster als Innovationsökosysteme

Clusterpolitik ist Teil der Innovationspolitik und spielt eine große Rolle bei der Umsetzung einer Smart Specialisation Strategie. Die europäischen Erfahrungen zeigen, dass Cluster per se keine Garantie für mehr Innovation in Unternehmen sind, wenn sie nicht strategisch und mit Blick auf Innovation und Mehrwert für die Unternehmen geführt werden.

Das SEZ hat neue clusterpolitische Ansätze in verschiedenen europäischen Kooperationsräumen entwickelt und Pilotmaßnahmen begleitet. Insbesondere der clusterübergreifende Ansatz, in dem sich technologie- oder sektorspezifische Cluster mit anderen vernetzen und Raum für Innovation schaffen, ist erfolgsversprechend. Aber auch clusterübergreifende Weiterbildungsmaßnahmen zu neuen technologischen Anwendungsoptionen für Unternehmen, bringen sichtbaren Mehrwert.

Wir unterstützen:

  • neue Ansätze in der Clusterpolitik zu denken und auszuprobieren – regional und europäisch
  • die Schulung ausländischer Regionen in erfolgreichen Clusterpolitikansätzen
  • interregionale Kooperationsmodelle für neue Wertschöpfungsketten
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Portrait Sabine Hafner-Zimmermann
Sabine Hafner-Zimmermann
0721 93519 135

Regionale Makrostrategien im Bereich Innovation

Für die Stärkung einer harmonischen räumlichen Entwicklung in Europa ist die Verbesserung und Abstimmung von Förderpolitiken in europäischen Kooperationsräumen (INTERREG-Programmräumen) von großer Bedeutung. Baden-Württemberg ist in insgesamt vier Programmräumen beteiligt: Alpenraum, Donauraum, Mitteleuropa und Nordwesteuropa und übernimmt dabei eine wichtige Vorreiterrolle.

Das SEZ hat insbesondere zur Innovationsförderung und Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers konkrete Aktivitäten durchgeführt, aber auch die Entwicklung gemeinsamer Forschungsagenden und Wirtschafts- und Wissenschaftskooperationen vorangebracht.

Wir bieten an:

  • Analyse der Stärken und Schwächen der lokalen und regionalen Innovationsförderung
  • Anbahnung internationaler Kooperationen sowie Schulungen zum transnationalen Technologietransfer
  • Entwicklung gemeinsamer Forschungsagenden
  • Aufbau und Stärkung transnationaler Technologietransfernetzwerke
  • Moderation internationaler Arbeitsgruppen mit Experten zu den Themen Internationalisierung vom KMU, Verwertung von Forschungsergebnissen, Innovationspartnerschaften und Technologietransfer
  • Projektträgerschaften für grenzüberschreitende Initiativen im Bereich Forschung und Innovation

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung ihrer internationalen Kooperationspolitiken fördern verschiedene Generaldirektionen der Europäischen Kommission gezielt den Austausch mit außereuropäischen Regionen. Das SEZ hat auch hier Aktivitäten zur Vertiefung außereuropäischer Kooperationen durchgeführt, insbesondere mit China, den MERCOSUR Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela sowie mit Chile, Weißrussland, Georgien und den USA.

Projektreferenzen

Portrait Daniela Chiran
Daniela Chiran
0721 93519 132

Studien zur Analyse und Entwicklung von Handlungsoptionen

Die Verwertung von Forschungsergebnissen durch Unternehmen und insbesondere KMU ist ein wesentliches Ziel der Innovationspolitik. Die Beschleunigung der Umsetzung von Schlüsseltechnologien in Produkte und Dienstleistungen auf europäischer Ebene ist von strategischer Bedeutung für Europa im Wettbewerb mit Asien und den USA.

Das SEZ entwickelt im Auftrag der Europäischen Kommission und nationaler sowie regionaler Ministerien Studien mit dem Fokus Innovation, Technologietransfer, Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Verwertung von Forschungsergebnissen durch. Inhaltliche Schwerpunkte der letzten Jahre waren u.a. Zugang zu Schlüsseltechnologien für KMU, Technologie-Roadmaps, Forschungs- und Innovationsförderung, Verwertung von Forschungsergebnissen aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm, Gute Praktiken im Bereich Existenzgründung durch Frauen. Über Umfragen, Interviews, Literaturrecherchen und Expertenworkshops erarbeitet das SEZ z.B. eine Situationsanalyse und entwickelt Handlungsempfehlungen mit Hilfe von SWOT und Roadmapping Methoden.

Projektreferenzen

Portrait Eduardo Herrmann
Eduardo Herrmann
0721 93519 113

Gender & Diversity als Handlungsfeld der Innovationspolitik

Zur Stärkung der Exzellenz und Innovationskraft braucht es die Einbindung von Männern und Frauen in allen innovationsrelevanten Bereichen. Dazu gehört z.B. die Erhöhung des Frauenanteils bei Unternehmensgründungen aus der Forschung und in technologischen Bereichen und in technischen Studiengängen, aber auch eine erhöhte Teilnahme von Unternehmerinnen in den europäischen Innovationsfördermaßnahmen.

Wir unterstützen Politik und Verwaltung durch:

  • Vermittlung guter Praktiken und Maßnahmen aus dem In- und Ausland im Bereich Female Entrepreneurship
  • Vernetzung relevanter Akteure auf EU- und internationaler Ebene
  • Anbahnung von Kooperationen
  • Workshops, Konferenzen, Weiterbildung und Studien zu diesem Thema

Im Projekt GENERGIE unterstützt das SEZ den bundesweiten Austausch zu Genderaskpekten in der Energieforschung und zur Steigerung der Attraktivität von Energie relevanten Studiengängen, gefördert vom BMBF.

Das europäische Netzwerk Women4Energy wurde vom SEZ gegründet, um Frauen in der Energiebranche sichtbar zu machen und ihnen die Möglichkeit der europäischen Vernetzung im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation zu geben. Die Netzwerkaktivitäten werden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.

Portrait Tracey French
Tracey French
0711 123 4015