EU-Projekt IMMODGEL

Lokale Immunmodulation in der Implantatumgebung durch innovative hydrogelbasierte Systeme

Die Forscher des EU-Projekts IMMODGEL verfolgen das Ziel, die häufigen unerwünschten Immunreaktionen, die Implantationen zur Folge haben, zu vermeiden. Dabei konzentrieren sie sich auf Zahn- und Kehlkopfimplantate aus Titan. Ein innovatives System aus chemischen (Hydrogel) und biologischen Komponenten (Zellen des Immunsystems), soll diese Immunreaktionen verringern. Das Design ist so anpassungsfähig, dass es für beliebige Implantate, medizinische Geräte oder Transplantate eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus wird ein diagnostischer Test entwickelt, welcher in einem ersten Schritt die Immunreaktionen von einzelnen Patienten auf Implantatmaterialien vorhersagen kann. Daraufhin werden die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Designs so verändert, dass Abstoßungsreaktionen vermieden werden. Somit werden dank IMMODGEL Implantate zum ersten Mal individuell angepasst werden können und unerwünschte Reaktionen werden minimiert.

Die Entwicklung im Rahmen von IMMODGEL stellt eine wesentliche Innovation dar, die nicht nur die Stärke und Dauer von Entzündungen, die durch Implantate ausgelöst werden, verringern kann. Auch der Heilungsprozess nach dem Einsetzen eines Implantates wird verbessert. Das Projekt trägt somit dazu bei, die negativen Folgen von Implantationen zu verringern, Schmerzen bei den Patienten zu lindern und senkt die damit verbundenen medizinischen Kosten in Europa.
Dienstleistungen des SEZ im Projekt:

  • Projektkoordination
  • administratives und finanzielles Projektmanagement
  • Kommunikation
  • Unterstützung rund um die geistigen Eigentumsrechte
  • Verbreitung der Projektergebnisse

Projektlaufzeit: 10/2013 – 09/2017
Beteiligte Länder: Deutschland, Estland, Frankreich, Großbritannien, Tschechische Republik, USA

Portrait Mercedes Dragovits
Dr. Mercedes Dragovits
0721-93519 114