Europäischer Tender: Hafenentwicklung am Oberrhein

Durchführung von Studien, Analysen, Beratung und Projektmanagement

Die Häfen von Straßburg, Colmar, Kehl, Karlsruhe, Ludwigshafen, Mannheim und das Konsortium Rhein-Ports Basel-Mulhouse-Weil erhielten Fördermittel der EU-Kommission im Rahmen des „Trans-European transport network“ (TEN-T Netz) der Generaldirektion Mobilität und Verkehr. Unter der Koordination des Hafens Straßburg kooperierten die Häfen im TEN-T Projekt: „Konsolidierung und Stärkung des Oberrhein-Korridors als ein zentrales Drehkreuz für das TEN-T Netz“. Die gemeinsame Initiative der Häfen war ein Beitrag zu den Inhalten des Weißbuchs „Verkehr“, das insbesondere auf eine Reduzierung der Treibhausgase um 60% bis 2050 abzielt. Als trimodale Plattformen, die gleichzeitig Schienen-, Wasser- und Straßenverbindungen anbieten, sind die Häfen prädestinierte Akteure, um die Verkehrsverlagerung (Modal Shift) auf umweltschonende Verkehrsträger zu fördern.

Die neun Häfen des Oberrheins untersuchten gemeinsam mögliche Synergien und operative Modalitäten für die Verkehrsverlagerung, um die Wasser- und Schienenverbindungen untereinander, aber auch mit den großen Seehäfen und sämtlichen großen Güterverkehrs-Korridoren zu entwickeln, die den Oberrhein durchqueren.

Die Projektpartner arbeiteten an einer kohärenten und effizienten Transportpolitik für den Oberrhein. Insbesondere wurden die bereits existierenden längerfristigen Planungsunterlagen, die von Infrastrukturbetreibern, staatlichen Behörden und Gebietskörperschaften verfasst wurden, zusammengeführt und durch Zusatzstudien ergänzt.

Das Projekt war in vier Aktivitäten gegliedert:

  • Analyse der aktuellen Verkehrssituation und detaillierte Marktanalyse des derzeitigen Verkehrsaufkommens und der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur in der Oberrhein-Region
  • Entwicklung von kurz- und langfristig (5 bis 20 Jahre) angelegten Prognoseszenarien, aufgeschlüsselt nach Verkehrsträger sowie für den grenzüberschreitenden Verkehr
  • Festlegung der notwendigen Investitionen und potenziellen Finanzierungsquellen
  • Einrichtung eines langfristig angelegten Entscheidungsgremiums und Investitionsplans

Das SEZ unterstützte in Zusammenarbeit mit dem französischen Beratungsunternehmen Mensia Conseil die neun oberrheinischen Häfen bei der Projektumsetzung. In diesem Zusammenhang waren das SEZ und Mensia Conseil nicht nur beratend tätig, sondern tragen auch die Ergebnisse bestehender Studien zusammen und identifizieren zu ergänzende Informationen für Zusatzstudien. Das SEZ war der Hauptansprechpartner für den Projektkoordinator Hafen Straßburg.

Projektlaufzeit: 04/2013 – 12/2014

Beteiligte Länder: Deutschland, Frankreich, Schweiz

Portrait Robert Gohla
Robert Gohla
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Portrait Samantha Michaux
Samantha Michaux
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