Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit und Biowirtschaft

Die  Themen Ernährung, Lebensmittel  und Biowirtschaft  werden in der Priorität  „Gesellschaftliche  Herausforderung  Nr. 2  Ernährungssicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und Süßwasser- Forschung und die Biowirtschaft“ gefördert.

Um eine nachhaltige, gesunde und sichere Lebensmittelproduktion, eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren, möchte die Europäische Kommission  alle Akteure entlang der Wertschöpfungsketten in einem Projekt  integriert sehen. Es  sollen auch neue Wertschöpfungsketten aufgebaut werden, insbesondere im Hinblick auf die  Herstellung neuer biobasierter Produkte. 

Hierbei werden Kenntnisse, Instrumente und Innovationen zur Unterstützung produktiverer, ressourcenschonenderer und widerstandsfähigerer agrar- und forstwirtschaftlicher Systeme gefördert.  Aktivitäten für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Agrar- und Lebensmittelindustrie sowie für eine sichere und gesunde Ernährung und die nachhaltige Nutzung aquatischer Bioressourcen werden gefördert, um den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen von  europäischen Meeren, aquatischen Systemen und Ozeanen zu maximieren. 

Insbesondere der Teil  1 „Nachhaltige Lebensmittelsicherheit“,  Teil 2 „Blue Growth“  und Teil 3 „Rural Renaissance“ adressieren diese Felder.

Förderung der Biowirtschaft

Neben traditionellen Einsatzgebieten wie Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und Aquakulturen, Pflanzenzüchtung, Nahrungsmittelindustrie u.a.  kommen zunehmend auch  bio-basierte Innovationen in Wirtschaftszweigen wie der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, im Rohstoff- und Lebensmittelhandel, der IT-Branche sowie der Umwelttechnologie zur Anwendung.

Die EU Kommission hat im Jahr 2012 eine Bioökonomiestrategie verabschiedet, um damit nicht nur die Umwelt und die Lebensmittel- und Energieversorgungssicherheit zu verbessern, sondern auch die künftigen europäische Wettbewerbsfähigkeit.  Zurzeit sind  neun Prozent der europäischen Arbeitnehmer im Bioökonomiesektor beschäftigt. Die Kommission schätzt, dass bis 2025 etwa 130.000 neue Arbeitsplätze im Rahmen der vorgestellten Strategie geschaffen werden könnten. Damit möchte die EU die Umstellung der auf fossilen Brennstoffen beruhenden europäischen Industrie auf eine ressourcenschonende, nachhaltige Industrie mit niedrigen CO2-Emissionen beschleunigen.

Gefördert werden biobasierte Innovationen für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen  sowie die Unterstützung der Entwicklung einer europäischen Bioökonomie. Darunter:

  • die  Sicherstellung einer nachhaltigen Biomasse-Rohstoffquelle für die Erstellung von bio-basierten Produkten und Dienstleistungen
  • die Bildung eines biobasierten Marktes der Zukunft – Mobilisierung und  Einbeziehung von Interessensvertretern
  • die Unterstützung der Marktentwicklung für Bioprodukte und  -prozesse
  • Bioökonomie als Teil des Themas  „Rural Renaissance“

Des Weiteren werden spezifische Ausschreibungen unter dem KMU Instrument ausgeschrieben:

  • “Stimulating the innovation potential of SMEs for sustainable and competitive agriculture, forestry, agri-food and bio-based sectors”

Kontakt

Portrait Anthony Salingre
Dr. Anthony Salingre
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