EU-Projekt ENVIMPACT

Gezielte Verbreitung der Forschungsergebnisse aus den mittel- und osteuropäischen Ländern in den Umweltwissenschaften

Der große Einfluss, den die Umwelt auf die Gesundheit der Menschen hat, wird immer deutlicher. Untersuchungen der OECD zeigen, dass eine vorzeitige Sterblichkeit in Europa zu etwa 2 - 6 % von Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und Lärmbelästigung beeinflusst wird. Die osteuropäischen Länder sind von diesen Umweltfaktoren besonders stark betroffen.

Das Projekt hatte zum Ziel, internationale Kooperationen über Ländergrenzen hinweg anzuregen, die es ermöglichen sollen, durch Forschungsaustausch neue und innovative Lösungen bezüglich der Umweltbelastungen zu finden. Zudem sollte die Teilnahme der mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) an europäischen Forschungsprojekten, die im Bereich Umwelt des 7. Forschungsrahmenprogramms (FP7) gefördert werden, erhöht werden. Denn diese Länder waren hier bisher kaum vertreten.

Ziel des Projektes war es, mittel- und osteuropäische Länder bei der Verwertung von Forschungsergebnissen im Bereich Umwelttechnologien zu unterstützen und ihnen gleichzeitig dabei zu helfen, erfolgreicher am 7. Forschungsrahmenprogramm der EU und seinem Nachfolgeprogramm teilzunehmen. Dadurch sollte die Wissensbasis des Europäischen Forschungsraumes erweitert werden und es sollten verstärkt innovative Lösungen zum Schutz der Umwelt angewendet werden.

Folgende Aktivitäten fanden im Rahmen des Projekts unter anderem statt:

  • Zusammenstellung der Forschungsergebnisse aus den MOEL in den Bereichen Luftverschmutzung, chemische Verschmutzung und Umwelttechnologien
  • Integration von Wissenschaftlern aus den MOEL in Projekte des FP7 und seines Folgeprogramms im Bereich Umwelttechnologien
  • Förderung / Verbesserung der Erforschung von ökologischen und innovativen Technologien in der EU, insbesondere in den mittel- und osteuropäischen Ländern

Das Steinbeis-Europa-Zentrum führte im Projekt eine Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Beteiligungsmöglichkeiten für die westeuropäischen und MOEL-Länder durch. Dadurch konnten Verbesserungsmöglichkeiten der Förderprogramme aufgezeigt und Empfehlungen abgegeben werden, inwiefern Kooperationen erleichtert werden können. Angesprochen wurden damit sowohl die Europäische Kommission hinsichtlich der Ausgestaltung künftiger Förderprogramme als auch Forscher und kleine und mittlere Unternehmen als Beteiligte an gemeinsamen Projekten.

Projektlaufzeit: 01/2011 - 06/2013
Beteiligte Länder: Belgien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Lettland, Luxemburg, Polen, Rumänien, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn

Die gesamten Projektergebnisse sind hier in einer Übersicht zusammengefasst: http://cordis.europa.eu/result/rcn/143878_en.html