Donautransferzentren

Seit seiner Gründung im Jahr 2012 ist das transnationale Netzwerk der „Donautransferzentren“ ein Leuchtturmprojekt zur Innovationsförderung und Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers im Donauraum. Mit 14 sog. „Entry Points“ in 10 Ländern des Donauraums bietet das Netzwerk Unterstützung und regionale Expertise für Organisationen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit und internationale Ausrichtung stärken möchten.

Die Partnerstruktur des Netzwerks folgt dem „Quadruple Helix“-Ansatz und bindet aktiv Akteure aus dem gesamten Ökosystem der beteiligten Länder mit ein. Durch konkrete Aktivitäten an der Schnittstelle von regionalen Forschungs- und Innovationsprozessen und internationalen Wertschöpfungsketten können so Innovationspotenziale international erschlossen werden.

Europäische Strategie für den Donauraum

Auf europäischer Ebene sind die Donautransferzentren in die EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) eingebettet, deren Ziel es ist, transnationale Kooperationen zwischen regionalen Wirtschaftsakteuren in ausgewählten Themenbereichen zu stärken und so der Heterogenität und Differenzierung in Europa entgegenzuwirken. Thematisch an diese Aktivität angeschlossen leitet das Steinbeis-Europa-Zentrum im Rahmen der Kapitalisierungsstrategie des Danube Transnational Programme (DTP) auch den Pole 1 „Innovative Ökosysteme für KMU“, in dem aktuell 11 thematisch verwandte Projekte im Donauraum gebündelt werden.

Als Leuchtturmprojekt wurden die Donauzentren durch das Steinbeis-Europa-Zentrum im Rahmen seiner Funktion als Leiter der Arbeitsgruppe „Innovation und Technologietransfer“ innerhalb der EUSDR Priorität 8 „Wettbewerbsfähigkeit“ ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und das Ministerium für Wirtschaft, Unternehmertum und Handwerk, Kroatien koordiniert. Zu Beginn der Initiative wurden zunächst drei Pilotzentren an den Universitäten in Rumänien, der Slowakei und Serbien mittels einer Anschubfinanzierung des baden-württembergischen Staatsministeriums errichtet.

Technologietransfer im Donauraum

Hauptaufgabe der Transferzentren ist die Vernetzung lokaler Unternehmen mit regionalen und europäischen Wissenschaftsakteuren, um den Technologietransfer in der Donauregion zu unterstützen und die Lücke zwischen Forschung und marktfähigen Innovationen zu schließen. Dabei stehen folgende Aktivitäten im Vordergrund:

  • Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch die Entwicklung neuer Produkte in Zusammenarbeit mit Universitäten und/oder F&E-Organisationen
  • Förderung der Zusammenarbeit und Vernetzung von Industrie und Hochschulen
  • Wissensaustausch auf interregionaler Ebene und Schaffung von Synergien zwischen bestehenden Innovationsaktivitäten in der Region
  • Zusammenarbeit mit Clustern sowie mit nationalen und regionalen Behörden

Dem Steinbeis-Modell folgend, beteiligen sich die DTCs an EU-Forschungsprojekten und geförderten Initiativen. Des Weiteren werden grenzüberschreitende Forschungs- und Technologiekooperationen stimuliert und Personal in den Donauländern in Form von Trainings geschult. Für baden-württembergische Unternehmen und Forschungseinrichtungen können die Donautransferzentren als kompetente, gut vernetzte Ansprechpartner vor Ort fungieren und so deren Markteintritt bzw. Forschungsaktivität in den entsprechenden Regionen vereinfachen. Die Errichtung dieser sog. „One-Stop-Shops“ hat sich so sich als Erfolgsmodell für die gesamte Region erwiesen.

Bild oben: Zeremonie der Donautransferzentren auf dem 8. Annual Forum of the EU Strategy for the Danube Region, Bukarest, 27.06.2019

Portrait Robert Gohla
Robert Gohla
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Portrait Daniela Chiran
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Portrait Miljana Cosic
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