EU-Projekt DigiFed

Einführung digitaler Technologien in KMU durch einen europäischen Verbund digitaler Innovationszentren

Das Projekt DigiFed zielt darauf ab, die Digitalisierung der europäischen Industrie, insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen, voranzutreiben. Es unterstützt die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die durch digitale Technologien und Funktionalitäten verbessert werden und auf die Bedürfnisse der Gesellschaft und des Marktes ausgerichtet sind. Insbesondere soll die Einführung digitaler Technologien in kleinen und mittelständischen Unternehmen vorangetrieben werden, die nicht im High-Tech Sektor beheimatet sind.

Unterstützt durch private und öffentliche Finanzierung der DigiFed-Partnerregionen und der Europäischen Union, fördert DigiFed sowohl Einzelunternehmen als auch Gruppen von KMU, um die Nutzung digitaler Technologien in ihrem Produkt- und Dienstleistungsangebot zu steigern. Basierend auf bestehende Kooperationen mit digitalen Innovationszentren, den sog. Digital Innovation Hubs (DIHs), unterstützt DigiFed neue Partnerschaften zwischen allen Beteiligten, so dass Unternehmen in Europa unabhängig von ihrem Standort vom Know-how europäischer Forschungseinrichtungen profitieren können. Um die Digitalisierung zu fördern, wird DigiFed mindestens 200 kleine und mittelständische Unternehmen aus ganz Europa in sein Innovationsprogramm einbinden; davon werden mindestens 80 Unternehmen eine finanzielle Unterstützung erhalten und von einem der Innovationspfade des Projektes profitieren. Die DIHs werden während der Projektlaufzeit ihr Netzwerk zu anderen Technologieanbietern weiter ausbauen, um ein europaweites Angebot an grenzüberschreitenden Unterstützungsmaßnahmen zum Nutzen europäischer Unternehmen zu schaffen.

Inhaltlich konzentriert sich DigiFed auf die Digitalisierung im produzierenden Gewerbe und Maschinenbau und allen, die mit cyber-physischen und eingebetteten Systemen arbeiten, mit besonderem Fokus auf die Themen Sicherheit und Privatsphäre, Autonomie und Mensch-Maschine-Interaktion. Drei Instrumente werden durch DigiFed Innovationspfade angeboten:

  • Sogenannte Generische Experimente zielen auf Gruppen von wenig technologieaffinen Unternehmen ab, um fortgeschrittene digitale Technologien zu testen
  • Sogenannte Angewandte Experimente ermöglichen es einzelnen Unternehmen, ein F&I-Projekt zusammen mit einem Technologieanbieter zu entwickeln und umzusetzen, um ein innovatives Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln oder zu verbessern
  • Digital Challenges adressieren nachfrageseitige Innovationen, bei denen sich große Unternehmen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammenschließen, um eine Lösung für die jeweilige digitale Herausforderung zu finden.

Drei Aufrufe zur Einreichung von Projektanträgen werden während des gesamten Projekts durchgeführt. Der erste Aufruf öffnete am 17. März 2020, gefolgt von Aufrufen im September 2020 und März 2021.

Als Projektpartner fördert das Steinbeis-Europa-Zentrum ein gemeinsames Verständnis zwischen den beteiligten DIHs und den Erfahrungsaustausch, um die Nachhaltigkeit des Netzwerks sicher zu stellen und den Unternehmen so einen bestmöglichen Mehrwert aus dem Projekt zu bieten.

Projektlaufzeit: 01/2020 - 12/2022

Beteiligte Länder: Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Slowenien, Spanien, Ungarn

DigiFed wird mit rund 8 Mio. EUR aus dem Programm Horizont 2020 gefördert (Grant Agreement Nr. 872088).

Portrait Sabine Hafner-Zimmermann
Sabine Hafner-Zimmermann
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Portrait Meike Reimann
Dr. Meike Reimann
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