EU-Projekt Dinamic DanubeVon Wissen zu Wirkung - DINAMIC DANUBE verbindet Analyse, Praxis und Politik für eine zukunftsfähige Landwirtschaft im Donauraum
Vom 26. bis 28. Januar 2026 trafen sich die Partner des Interreg‑Projekts DINAMIC DANUBE – Developing Innovative Alliances for Management, Innovation and Collaboration in European BioEconomy zum zweiten Mal persönlich in Villach, Österreich. Die Carinthia University of Applied Sciences (CUAS) hatte gemeinsam mit dem Lead Partner RIT Croatia ein dichtes und vielfältiges Programm vorbereitet, das sowohl Raum für strategische Abstimmungen als auch für neuen fachlichen Input bot.
Ein besonderes Highlight war der von den Gastgebern organisierte Vor‑Ort‑Termin bei einem landwirtschaftlichen Betrieb. Er markierte nicht nur einen wichtigen Meilenstein in der Projektumsetzung, sondern diente zugleich als erste Einstimmung auf die fünf bevorstehenden Studienbesuche in Kroatien, Ungarn, Österreich, Bulgarien und Slowenien.
Projektfortschritte – ein neuer Blick auf den Wandel im Donauraum
Die Diskussionen und Präsentationen in Villach machten deutlich, wie konsequent die Projektpartner von DINAMIC DANUBE daran arbeiten, ein integriertes Transformationsmodell für kleine landwirtschaftliche Betriebe zu entwickeln. Anstatt einzelne Maßnahmen nebeneinanderzustellen, setzt das Projekt auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Analyse, praxisnahe Erprobung und politische Wirkung miteinander verbindet.
Im Zentrum steht der Aufbau einer gemeinsamen Wissens‑ und Lernlandschaft, die über das Projekt hinaus Bestand haben soll. Dazu gehören Untersuchungen zur Situation kleiner Familienbetriebe in der Donauregion, die Entwicklung neuer Lern‑ und Trainingsformate sowie die Vernetzung thematischer Kompetenzzentren. Auf dieser Grundlage entstehen praxisnahe Ansätze, die direkt im Alltag kleiner Höfe ansetzen – vom Mentoring über Weiterbildung bis hin zum Einsatz digitaler Werkzeuge und Präzisionstechnologien.
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen wiederum in den institutionellen und politischen Dialog ein: in Empfehlungen, Workshops und Formate, die langfristig den Rahmen für eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft mitgestalten sollen. Der Austausch in Villach zeigte, dass DINAMIC DANUBE damit weit mehr tut, als neue Inhalte zu vermitteln: Es entsteht ein neues Ökosystem des Lernens und Zusammenarbeitens, das Akteure, Disziplinen und Länder verbindet.
Fernab fragmentierter Unterstützungsangebote setzt das Projekt auf einen kohärenten, vernetzten Ansatz, der den Weg hin zu einer widerstandsfähigen, digital gestützten und nachhaltig wirtschaftenden Landwirtschaft ebnet. Besonders im Blick: kleine Familien‑ und Frauenbetriebe, die im Donauraum eine zentrale Rolle spielen.
Vor-Ort-Termin im Kloster Wernberg – Realität, Herausforderungen, Potenziale
Der Besuch im Kloster Wernberg, wo ein Pächterhof nahezu biologisch bewirtschaftet wird, bot den Projektpartnern unmittelbare Einblicke in die Realität kleiner Familienbetriebe: begrenzte Ressourcen, fest verankerte Arbeitsweisen, Zurückhaltung gegenüber neuen Technologien – aber gleichzeitig großes Potenzial für eine nachhaltige Weiterentwicklung.
Gerade diese Praxisbeispiele sind entscheidend: Sie bilden eine wertvolle Grundlage für die anstehenden Studienbesuche und fließen direkt in die Weiterentwicklung von Mentoring‑Programmen, Curricula und technologischen Pilotmaßnahmen ein.
DINAMIC DANUBE im Überblick
Das Projekt reagiert auf zentrale Herausforderungen der Donauregion – von Landflucht und Strukturwandel über Digitalisierungslücken bis hin zum steigenden Druck, nachhaltiger zu wirtschaften.
DINAMIC DANUBE stärkt kleine Familienbetriebe durch:
- gezielten Kompetenzaufbau und digitale Weiterbildung
- Mentoring und Peer‑Learning
- niedrigschwellige Technologien und Pilotprojekte
- transnationale Vernetzung
- Stärkung von Frauen in der Landwirtschaft
- politische Dialoge und Empfehlungen
17 Partner aus 13 Ländern arbeiten gemeinsam an einer nachhaltigeren, innovativeren und resilienteren Agrarwirtschaft im Donauraum.
Die Rolle des Steinbeis Europa Zentrums
Das Steinbeis Europa Zentrum leistet als deutscher Partner einen zentralen Beitrag zur inhaltlichen und strategischen Ausrichtung des Projekts. Als Leiter des dritten Specific Objectives koordiniert das SEZ:
- Policy‑Workshops und -Empfehlungen
- die Entwicklung von 13 nationalen Policy Briefs
- den Dialog mit Behörden und relevanten Stakeholdern
- die europaweite Dissemination der Projektergebnisse
Damit trägt das Steinbeis Europa Zentrum entscheidend dazu bei, dass die Ergebnisse von DINAMIC DANUBE auch über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfalten können.
Ausblick
Mit dem gelungenen Treffen in Villach schlägt das Projekt ein neues Kapitel auf: Analysen werden vertieft, Pilotmaßnahmen konkretisiert, politische Dialoge vorbereitet. Die kommenden Monate versprechen intensive Zusammenarbeit – und entscheidende Schritte hin zu einer modernen, digital unterstützten und widerstandsfähigen Landwirtschaft im Donauraum.
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