Die Jahre 1990-200035 Jahre gemeinsam innovativ für Europa- Die Anfänge 1990-2000

4. August 2025

In diesem Jahr blicken wir auf 35 Jahre erfolgreiche europäische Zusammenarbeit in Forschung und Innovation zurück. Was waren die Meilensteine dieser Reise? Erfahren Sie hier in Teil Eins etwas über unsere Gründung und die ersten zehn Jahre - 1990 bis 2000.

Ende 1989 sah der damalige Wirtschaftsminister Hermann Schaufler die Notwendigkeit, die Unternehmen bei der Teilnahme an der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung zu unterstützen und eine entsprechende Beratungsstelle zu schaffen. Hierzu ernannte er Prof. Dr. Hans J. Tümmers zum Europabeauftragten des Wirtschaftsministers mit der Aufgabe, ein Konzept zu entwickeln und dieses umzusetzen. Als operationelle Einheit hierfür gründete Tümmers das Steinbeis Europa Zentrum, das am 1. März 1990 seine Tätigkeit aufnahm. Vision und Name wurden Programm: europäische Zusammenarbeit in Forschung und Innovation. Zugleich wurde ein erfolgreiches, wettbewerbliches Einwerben von Fördergeldern der Europäischen Union für Baden-Württemberg sichergestellt.

Mit dem Startschuss für den europäischen Binnenmarkt im Jahr 1993 rief die Europäische Kommission das erste große internationale Business Netzwerk, die Value Relay Centres, ins Leben. Bereits im Jahr 1993 spielte das Steinbeis Europa Zentrum eine Pionierrolle als einer von vier deutschen Partnern in diesem ersten Pilot-Netzwerk zur Unterstützung von KMU – mit damals 27 Partnern in Europa. Die drei weiteren deutschen Pioniere waren ZENIT in Mülheim Ruhr, AGIL in Leipzig und VDE/VDI in Berlin. Der deutsche Name der Zentren lautete EU-Verbindungsbüro für Forschung und Technologie. Im Fokus standen die Unternehmen und deren Beteiligung am 3. Europäischen Forschungsrahmenprogramm.

Heute kennen wir das Netzwerk als Enterprise Europe Network, in dem auch wir Partner sind, mit inzwischen 600 Partnern in 60 Ländern. Eine echte Erfolgsgeschichte!

Der Technologietransfer im großen Stil wurde durch das zweite EU-Netz der Innovation Relay Centres weiter gestärkt, für das wir 1994 erneut ausgewählt wurden. Mit Prof. Peter S. Nieß als zweitem Europabeauftragten (1995–2002) bauten wir Partnerschaften mit Bayern und Thüringen auf. Eine Mentorship-Partnerschaft mit einem tschechischen Partner folgte.

1996 begannen wir im Auftrag von Unternehmen EU-Anträge zu stellen: für KJM – Gesellschaft für optoelektronische Messsysteme mbH, aber auch für die Harms & Wende GmbH & Co KG, mit der wir das erste Projekt SQUAW einreichten, das 1997 von der EU genehmigt wurde. Es folgten die Projekte SIOUX, XPRESS und RECLAIM. Inzwischen begleiten wir den Mittelständler bei der Durchführung seines neunten Projektes – dem EU-Projekt MAGICIAN.

Schon in den ersten zehn Jahren machten wir uns international einen Namen durch die Organisation großer Kongresse. Ein Highlight war der EU-Ratspräsidentschaftskongress 1999 in Stuttgart mit der EU-Forschungskommissarin Edith Cresson und dem BMBF.

Im Jahr 2000 gründeten wir das Steinbeis Europa Zentrum Karlsruhe als zweiten Standort neben Stuttgart.

2001 wurden wir Teil der Nationalen Kontaktstellen für KMU, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit.

2002 wurden wir Konsortialführer des transnationalen Innovation Relay Centres IRC D/CH. Wir holten die Osec Business Network Switzerland aus Zürich ins Netzwerk 🇨🇭 und THATI GmbH, Erfurt.

Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Weg ermöglicht und begleitet haben. Lasst uns gemeinsam auf diese Erfolge zurückblicken und gespannt in die Zukunft blicken.

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Anette Mack
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