EU-Projekt ForTransRIS

Entwicklung eines transregionalen Vorausschau-Modells zur Verbesserung und Vernetzung regionaler Innovationsstrategien in Europa

Im Projekt ForTransRIS wurde ein neues Modell zur transregionalen Vorausschau (Foresight) entwickelt und getestet, mit dessen Hilfe regionale Innovationsstrategien und -systeme verbessert und zwischen den Regionen koordiniert werden sollten. Die regionalen Organisationen wurden bei der Anpassung von Foresight-Prozessen an die regionalen Gegebenheiten und bei der Umsetzung in Form von Workshops, Umfragen oder Interviews beraten und unterstützt.

Projektpartner waren Institutionen der öffentlichen Verwaltung (Region Stuttgart, Region Navarra, Kreis Stockholm, Region Ligurien, Region Bretagne) sowie europäische Innovations- und Vorausschau-Experten (Steinbeis-Europa-Zentrum, OPTI, Fundacion INNOVA, Fondazione Rosselli, inno AG, CM International). Das SEZ fungierte in ForTransRIS als Experte für regionale Strategieentwicklung und Vorausschau-Prozesse. Im Rahmen des Projektes war das SEZ

  • für die Konzeption des transregionalen Vorausschau-Prozesses (inkl. Szenarien und Roadmaps) verantwortlich,
  • als methodischer Berater für die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) tätig und begleitete die Erprobung des Modells in der Region Stuttgart.

Die Aktivitäten der Projektpartner wurden durch einen transregionalen Ansatz zusammengeführt und weiterentwickelt. Zunächst wurde mit Hilfe eines strukturierten Fragebogens eine Analyse der fünf regionalen Innovationssysteme erstellt. Außerdem wurden Chancen und Herausforderungen identifiziert, die sich aus einer transregionalen Kooperation für den Wissens- und Technologietransfer innerhalb und zwischen den Regionen ergeben (können). Dann wurden alle Ergebnisse zusammengeführt und in den Regionen durch regionale Akteure auf ihre zukünftige Relevanz und Eintrittswahrscheinlichkeit hin bewertet.

Auf der Grundlage dieser Auswertung wurden 2008 ein transregionales sowie fünf regionale Szenarien erstellt, wie der Wissens- und Technologietransfer innerhalb und zwischen Regionen in der Zukunft aussehen und wodurch er erleichtert werden könnte. Aus den Ergebnissen dieses Treffens wurden Roadmaps entwickelt, die sehr konkret aufzeigten, wie jede einzelne Region und auch die Regionen gemeinsam ihre Innovationssysteme durch Kooperationen im Bereich des Wissens- und Technologietransfers verbessern können. Ein konkretes Maßnahmenbündel erleichterte es den regionalen Entscheidungsträgern, die regionalen Innovationssysteme und –politiken zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu gestalten, indem sie Know-how aus anderen Regionen optimal nutzen.

Portrait Sabine Hafner-Zimmermann
Sabine Hafner-Zimmermann
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