EU-Projekt PRESTO

Förderung der Zusammenarbeit zwischen KMU-Verbänden (KMUV) und Europäischen Technologieplattformen (ETP)

Mit dem Projekt PRESTO unterstützte das SEZ den Dialog zwischen Europäischen Technologieplattformen und kleinen und mittelständischen Unternehmensverbänden, um die spezifischen Forschungs- und Entwicklungs- (FuE-) Prioritäten der KMU zu identifizieren und zu definieren. Als Referenzbranche wurde der Bau- und Konstruktionsbereich gewählt. Dort spielen Technologien in den Bereichen Energie, IKT und neue Materialen eine Schlüsselrolle.

Obwohl KMU-Netzwerke bereits Einfluss auf die Akteure der europäischen Politik haben, sind die Möglichkeiten, die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Mitglieder zum Ausdruck zu bringen und an der Gestaltung politischer Maßnahmen teilzunehmen, begrenzt bzw. ausbaufähig. Nur eine geringe Anzahl an KMU-Verbänden gestaltet bisher die Europäischen Technologieplattformen mit und ist damit an der aktiven Erarbeitung und Bestimmung europäischer Forschungsprioritäten beteiligt.
Vorgehensweise in PRESTO:

In einem ersten Schritt wurden relevante Verbände von KMU und Technologieplattformen identifiziert, die für eine gemeinsame Kooperation im Rahmen des Projektes bereit sind.
In einem zweiten Schritt wurden, bezogen auf die Referenzbranche, die FuE-Bedürfnisse der KMU-Verbände und ihrer Mitglieder identifiziert und gegenüber den ETP Vertretungen kommuniziert.

Die Partner von PRESTO erarbeiteten eine Strategie zur Einrichtung eines nachhaltigen Dialoges, der beispielsweise in der Einrichtung und Etablierung von KMU-Arbeitsgruppen in den ETP besteht. Ziel war es, den Einfluss von KMU in den Entscheidungsorganen der ETP zu erhöhen und ihnen dadurch auch eine Mitsprachemöglichkeit in der Formulierung der strategischen FuE-Prioritäten einzuräumen.

Die Projektziele waren:

  • Identifizierung von KMU-Verbänden und Europäischen Technologieplattformen im Bau und Konstruktionsbereich
  • Formulierung einer „Implementierungsstrategie“ zur gemeinsamen Zusammenarbeit
  • Implementierung eines nachhaltigen Dialogs zwischen den beteiligten Akteuren
  • Etablierung von Arbeitsgruppen der KMU-Verbände in den ETP

Nach zwei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit im Konsortium wurde das Projekt Anfang 2010 abgeschlossen. Bei der PRESTO-Abschlusskonferenz in Poznań (Polen) wurden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt und ein letztes Mal alle Akteure zusammengebracht, die PRESTO 24 Monate lang aktiv unterstützt hatten. Bei dieser Gelegenheit wurde die bisherige Art der Zusammenarbeit zwischen KMU-Verbänden und Technologieplattformen analysiert und das Vorgehen für die zukünftige Zusammenarbeit anhand der Projektergebnisse festgelegt.

In der Steinbeis-Edition wurde ein Handbuch mit allen Projektergebnissen veröffentlicht. Es hat den Titel „Collaboration in Research, Development and Innovation in the Construction Sector, Success Factors and Barriers for Cooperation & Identification of Priority Research Topics for SMEs”.

Die durch das Steinbeis-Europa-Zentrum koordinierte Projektimplementierung beruhte auf dem Wissen und der Erfahrung qualifizierter Partnerorganisationen aus Deutschland, Spanien, Polen, Großbritannien und Italien, die sich dem gemeinsamen Ziel verpflichtet haben, die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen zu fördern. Das Projekt lief von Februar 2008 bis Januar 2010.

Portrait Eduardo Herrmann
Eduardo Herrmann
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