EU-Projekt MapEeR SME

KMU im Wettbewerb stärken, durch bessere Strategien für KMU-freundliche Förderprogramme

Das Projekt MaPEeR SME hat einen umfassenden Einblick in die Planung, Umsetzung und Auswirkungen von bestehenden nationalen und regionalen Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Forschung und Innovation sowie über nationale und regionale Initiativen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Bosnien-Herzegowina erarbeitet. Zu diesem Zweck entwickelten die Projektpartner eine Methodik für eine Studie, die als Grundlage für eine vergleichende Analyse der einzelstaatlichen Maßnahmen diente.

Im Rahmen des EU-Projekts MapEerSME hat das Steinbeis-Europa-Zentrum gemeinsam mit Partnern aus 14 Ländern 764 KMU in der EU 27 und Bosnien-Herzegowina zur Nutzung von nationalen und europäischen Fördermaßnahmen interviewt. Die Aussagen zu Barrieren und Nutzen der Förderprogramme wurden ausgewertet und als Handlungsempfehlungen an die Politik weitergeleitet. Ziel war es, eine bessere Strategie für zukünftige Forschungs- und Innovationsmaßnahmen zugunsten der KMU im Europäischen Forschungsraum umzusetzen.

Die Analyse zeigt, dass insbesondere die Beteiligungsregeln für KMU vereinfacht werden müssen. Oftmals fehlt es an einer Anschlussfinanzierung für die Verwertung der Projektergebnisse und die Innovationen kommen nicht auf den Markt. Diejenigen Programme, die einen obligatorischen Verwertungsaspekt beinhalten, schneiden hingegen gut ab. Ebenso gute Beurteilungen bekamen jene Programme, die durch einen Programmmanager während der Projektphase begleitet wurden und Programme, die einen kurzen Evaluierungs- und Vertragsverhandlungszeitraum sowie eine schnelle Fördermittelbewilligung haben.

Die Befragung ergab zudem, dass Förderprogramme mit einer offenen Technologieausrichtung und ohne feste Einreichungsfristen besser bewertet werden und dass KMU steuerliche Anreize zur Abschreibung von FuE-Aktivitäten gegenüber Förderprogrammen bevorzugen.

Qualifizierungsmaßnahmen zum Projekt- und Innovationsmanagement sowie Unterstützung beim Zugang zu Netzwerken und Forschungspartnern sind insbesondere für viele Low Tech KMU wichtig. Hier gibt es noch Unterstützungs- und Handlungsbedarf. High Tech KMU hingegen äußern den Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung beim politischen Entscheidungsprozess bei der Konzeption und Implementierung von Forschungsprogrammen.

Die gesamte Studie ist als Publikation bei der Edition Steinbeis erschienen:
„Boosting research and innovation friendly support programmes for SMEs in Europe”
Autoren: Effie Amanatidou, Kostas Bougiouklis, Olga Munteanu, Kerstin Seidel, Hartmut Welck

Projektlaufzeit: 11/2009 - 10/2011
Beteiligte Länder: Belgien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Spanien, Slowakei, Ungarn

Portrait Hartmut Welck
Hartmut Welck
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