Donau-Transferzentren

Errichtung von Technologietransferzentren im Rahmen der EU-Donaustrategie

Das Projekt verfolgte das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der im Donauraum ansässigen Wirtschaftsakteure nachhaltig zu stärken. Durch die Einrichtung von Donau-Transferzentren an ausgewählten Partnereinrichtungen wird der örtlichen Industrie ein verbesserter Zugang zum Wissen und zu den Ressourcen der wissenschaftlichen Kompetenzträger ermöglicht. Das Projekt war Teil der Donaustrategie der Europäischen Kommission und war in die Zielsetzungen der Handlungspriorität 8 „Competitiveness“ eingebettet. Finanzielle Unterstützung erfolgte durch das Staatsministerium des Landes Baden-Württemberg. Das Projekt wurde von der Steinbeis Innovation gGmbH, Stuttgart, durchgeführt, vertreten durch das Steinbeis-Europa-Zentrum und das Steinbeis-Donau-Zentrum.

Im Jahr 2012 widmete sich das SEZ in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis Donauzentrum der Analyse der Pilotstandorte. Der damalige Europaminister Peter Friedrich und Prof. Dr. Norbert Höptner, damaliger Europabeauftragter der  Wirtschaftsministerin trafen sich im November 2012 auf dem „Ersten Jahresforum der EU-Strategie für den Donauraum“ in Regensburg mit Regierungsvertretern aus Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Ungarn und Bayern. Im Rahmen des Forums unterzeichnete der Europabeauftragte ein Kooperationsabkommen mit fünf Universitäten aus Rumänien, der Slowakei und Serbien. Inhalt des Abkommens war die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie, um den transnationalen Technologietransfer im Donauraum zu stärken. Den Kern bildet hierbei die Errichtung sogenannter Donau-Transferzentren, mit deren Hilfe die Lücken zwischen Forschung und Innovation geschlossen werden und neue Produkte und Dienstleistungen schneller in den Markt gelangen sollen. Die Zentren wurden an der Technischen Universität Bratislava (Slowakei), an der Universität für Landwirtschaft in Nitra (Slowakei) und an der Technischen Universität in Cluj-Napoca (Rumänien) aufgebaut.

Laufzeit: 09/2012-02/2014
Beteiligte Länder: Deutschland, Rumänien, Serbien, Slowakei

Inzwischen elf Zentren im Donauraum

In den Jahren 2014 bis 2017 konnte das Netzwerk neue Partner aus Maribor, SIowenien, Györ, Ungarn, Ruse, Bulgarien und Vukovar und Zagreb, Kroatien gewinnen. Das neu gegründete DTC Zagreb ist seit dem Januar 2018 Partner des DTC-Netzwerks, welches nun 11 Mitglieder zählt.

Das SEZ leitet die Arbeitsgruppe „Innovation und Technologietransfer“ innerhalb der EUSDR Priorität 8 (Wettbewerbsfähigkeit), welche durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg (sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Unternehmertum und Handwerk, Kroatien) koordiniert wird.

Das Interreg Programm für den Donauraum hat eine Kapitalisierungsstrategie ins Leben gerufen, die alle genehmigten Projekte, elf so genannten »Capitalisation Poles« zuordnet.  Das Steinbeis-Europa-Zentrum leitet den thematischen Schwerpunkt 1 »Innovative Ökosysteme für KMU«, dem insgesamt neun Projekte angehören.  Gemeinsam werden Strategien zur Stärkung strategischer Partnerschaften entwickelt und baden-württembergischen Akteuren bietet sich die Chance, Initiativen von Beginn an mitzugestalten. Das Land Baden-Württemberg unterstützt zudem seit 2017 die Entstehung einer Koordinierungsplattform zwischen Innovationsakteuren im Donauraum. Das Steinbeis-Europa-Zentrum wurde mit der Umsetzung dieser gemeinsamen Koordinierungsplattform betraut.

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