Engagiert für die Produktion der Zukunft: Die Vanguard-Initiative

Ziel der Vanguard-Initiative ist es, die Produktion in der EU voranzubringen und unter anderem durch eine verstärkte Implementierung von Schlüsseltechnologien und zukunftsweisenden Verfahren sowie neue transnationale Wertschöpfungsketten zu modernisieren.

Konkret sollen die in den 29 Mitgliedsregionen vorhandenen Kompetenzen und Kapazitäten zur Technologieentwicklung und -demonstration in vielversprechenden Bereichen überregional verknüpft werden. Im Fokus der Initiative stehen hierbei bislang:

  • Hoch-performante Produktion durch 3D Druck (unter Leitung von Südholland, Flandern und Norte)
  • Effiziente und nachhaltige Fertigung (unter Leitung von Lombardei und Katalonien)
  • Bioökonomie - Innovative Nutzung von Non-Food Biomasse (unter Leitung von Randstad und Lombardei)
  • Nanotechnologie (New nano-enabled Products; unter Leitung von Skåne und Tampere)
  • Energietechnologien in schwierigen Umgebungen (maritime Anwendungen; unter Leitung von Schottland und Baskenland)

In derzeit rund Einzelprojekten werden regionsübergreifende Konzepte für Pilotanlagen und Dienstleistungen zur Technologiedemonstration modelliert und umgesetzt. Profitieren sollen am Ende insbesondere die KMU: In den entstehenden Pilotnetzwerken und Anlagen sowie in Kooperation mit Forschungs- und Entwicklungspartnern aus den Mitgliedsregionen können neue Technologien und Verfahren für die eigene Produktion getestet und umgesetzt werden.

Ziel ist schlussendlich die Entwicklung von Business Cases unter Beteiligung der Industrie. Für die Vanguard-Projekte stehen insofern keine direkten oder spezifischen Fördermittel im Sinne eines eigenen Förderprogramms oder zentralen Fonds zur Verfügung. Allerdings erfahren die Projekte künftig während bestimmter Umsetzungsphasen eine unterstützende Begleitung durch das Netzwerk.

Das Netzwerk wurde 2013 ins Leben gerufen und ist seither deutlich gewachsen. Derzeit ist die Gründung eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins nach belgischem Recht in Vorbereitung.

Seit Anfang 2016 ist der Europabeauftragte der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum als seine operative Einheit Anlaufstelle für Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg zur Vanguard-Initiative.

So funktioniert die Vanguard-Initiative

Die Vanguard-Initiative wird im Rahmen eines gemeinnützigen Vereins umgesetzt. Die Mitgliedsrechte werden über die Mitgliederversammlung als oberstes Entscheidungsorgan des Vereins ausgeübt. Der Vorsitz wechselt halbjährlich zwischen den Mitgliedsregionen. Zur Bearbeitung spezifischer Fragestellungen können Arbeitsgruppen eingesetzt werden.

Die Arbeit in den Pilotaktionen wird jeweils von mehreren Regionen federführend koordiniert. Die Themenfindung für die Demo Cases innerhalb der Pilotaktionen erfolgt bottom-up auf Initiative der relevanten Akteure aus den Regionen. Auch die Einführung neuer Pilotaktionen ist möglich.

Einmal im Jahr treffen sich die Mitgliedsregionen auf politischer Ebene. Eine wichtige Rolle in der operativen Arbeit bildet das regelmäßige Treffen des Brüsseler Netzwerks der Landesvertretungen und regionalen EU-Büros. 

Kontakt

Europabeauftragter der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Portrait Norbert Höptner
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner
0711 123 4010
Portrait Alexandra Fezer
Alexandra Fezer
0711 123 4027