EU-Projekt BioNexGen

Verbesserte Wasserreinigung durch Membranen

Das Institut für Angewandte Forschung an der Hochschule Karlsruhe erforscht in dem EU-Projekt „BioNexGen“ zusammen mit europäischen Partnern die Entwicklung von Membranen zur Wasserreinigung mit neuen nanoskalierten Funktionsschichten.

Das SEZ hat die Hochschule bei der Antragstellung begleitet und führt als Projektpartner das Projekt- und Wissensmanagement durch. Zudem übernimmt es die Klärung geistiger Eigentumsrechte, die Verwertung der Forschungsergebnisse und die Trainings für das Konsortium. Das Projekt wird von der Europäischen Union als „Collaborative Research Project” mit 3,4 Millionen Euro von September 2010 bis Februar 2014 gefördert. Das Konsortium besteht aus 11 Partnern aus 8 Ländern, u. a. aus MENA-Ländern (Middle East and Nordafrika).

Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine neue Klasse an Membranen für den Einsatz von Membranbioreaktoren in organischen Abwässern zu entwickeln. Membranbioreaktoren sind eine Schlüsseltechnologie in Abwasseraufbereitung und -recycling. Als zentraler Bestandteil nachhaltigen Wassermanagements werden sie zur Abwasserbehandlung in städtischen, ländlichen und industriellen Gebieten eingesetzt.

Durch den Einsatz von Nanotechnologien werden eine geringere Fäulnisrate und ein hoher und konstanter Wasserdurchlauf erreicht. Zudem wird eine starke Filterwirkung hinsichtlich leichter molekularer organischer Schmutzpartikel erwartet. Die entwickelten Membranbioreaktoren sollen sich durch höhere Robustheit und einen niedrigeren Energieverbrauch auszeichnen. Eine kleine Grundfläche des Reaktors, flexibles Design und ein automatisiertes Verfahren machen sie dabei geeignet für eine dezentralisierte Abwasserbehandlung und Recycling in den beteiligten Ländern.

Am Ende soll ein Produkt stehen, das den KMU-Partnern im Projekt zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhelfen und den europäischen Markt sowie den Markt der MENA-Länder stärken soll. Zugleich trägt das Projekt zu einer intensiven wissenschaftlichen und technologischen Kooperation im Bereich sichere Wasserverwertung zwischen Europa und den MENA-Ländern bei.

Projektlaufzeit: 09/2010 - 02/2014
Beteiligte Länder: Ägypten, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Italien, Syrien, Türkei, Tunesien

Portrait Sandrine Doretto
Dr. Sandrine Doretto
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