European Innovation Partnership Agriplus Hohenlohe

Eine ökologische Nährstoffrückgewinnung aus der Landwirtschaft in der Region Hohenlohe

Die gezielte Rückführung von Nährstoffen aus Gülle und Gärresten auf die entsprechenden Anbauflächen stellt die betroffenen Landwirte häufig vor ökonomische und ökologische Probleme. Der lange und damit kostenintensive Transport von landwirtschaftlichen Reststoffen aus der intensiven Tierhaltung sollte, wenn möglich, vermieden werden. Des Weiteren führt eine lokale Ausbringung unbehandelter Reststoffe häufig zu ökologischen Problemen wie z.B. der Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser oder klimarelevanter Lachgasemissionen.

Die European Innovation Partnership Agriplus Hohenlohe greift diese Problematik in der Region Hohenlohe auf und zielt auf eine Effizienzsteigerung im Ackerbau durch ein verbessertes Nährstoffmanagement ab. Hierfür soll eine Anlage entstehen, welche die der energetisch folgenden, stofflichen Umwandlung der Gülle gewährleistet. Dabei werden die Reststoffe aus der energetischen Verwertung (Reste aus der Gärung) in Phosphor-, Stickstoff- und Kalidünger umgewandelt. Diese innovativen Dünger können dann gezielt und effizient in der Landwirtschaft eingesetzt oder kostengünstig in Gebiete mit vorherrschendem Nährstoffmangel transportiert werden.

Die Projektpartner integrieren neben den technischen Aspekten auch die logistischen Ansätze des Gülletransports sowie der Herstellung und Vermarktung der Endprodukte.

Die Steinbeis 2i GmbH koordiniert das Projekt und unterstützt bei:

  • Projektkoordination und Zusammenarbeit der Projektpartner
  • Management des geistigen Eigentums und Risiko Management
  • Kommunikationsstrategie und Umsetzung
  • Sensibilisierung, Verbreitung der Projektergebnisse sowie Mitwirkung bei wissenschaftlichen Konferenzen

Weitere Partner im Projekt sind AgroEnergie Hohenlohe GmbH & Co. KG (Lead Partner), Öko-Agrar-Service GmbH, BAG-Hohenlohe-Raiffeisen eG, Universität Hohenheim, Neff KG, Kümmerer GbR, Karlheinz Neff und Klaus u. Rosemarie Käppler GbR

Projektlaufzeit: 01/2019 - 12/2021

Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI) mit einem Betrag von etwa 1,3 Mio. € gefördert.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mitfinanziert durch das Land Baden-Württemberg

Portrait Heike Fischer
Heike Fischer
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Portrait Regina Hüttner
Regina Hüttner
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