Steinbeis-Europa-Zentrum

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Europäische Technologieplattformen

Die Europäischen Technologieplattformen sind eine Initiative der Europäischen Kommission, die im Jahr 2003 vom damaligen EU-Forschungskommissar Janez Potočnik angeregt wurde. Seit 2004 haben sich 36 verschiedene Plattformen mit Hilfe der Großindustrie, Forschungsreinrichtungen und der Europäischen Kommission entwickelt. Sie bringen alle interessierten Akteure eines bestimmten Bereiches zusammen: Großunternehmen, KMU, die akademische Welt, Finanzierungspartner, Nutzergruppen, Aufsichtsbehörden, politische Entscheidungsträger, NRO (Nichtregierungsorganisationen) und die nationale und europäische Verwaltung.

Die derzeit 36 akkreditieren Europäischen Technologieplattformen (ETP) bündeln die vorhandenen Kompetenzen in unterschiedlichen Technologiefeldern. Diese Europäischen Technologieplattformen, die sich rasch zu Wachstumsmotoren entwickelt haben, spielen eine entscheidende Rolle bei der Verwirklichung der Lissabon-Strategie bzw. der Europa 2020-Strategie der Europäischen Kommission, die sich zum Ziel gesetzt hat, Europa in Wachstum und Innovation an die Spitze zu bringen. Ziel der ETP ist es, effektive Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen anzuregen, neue Märkte zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit durch eine klare Ausrichtung auf Kooperation und Austausch von Ideen zu stärken.

Chancen für Unternehmen aus Baden-Württemberg

Baden-Württembergische Organisationen sind in zahlreichen Plattformen durch Unternehmen Forschungseinrichtungen und Hochschulen vertreten.

In der Vergangenheit hat das SEZ vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen mobile Kommunikation, ‚Embedded Systems' und Nanoelektronik mit dem EU-Projekt EPISTEP (Enhanced Participation of SMEs in IST European Technology Platforms (Laufzeit von September 2005 bis April 2008)) unterstützt. Ziel war die verstärkte Einbindung der Unternehmen in die Plattformen ARTEMIS, ENIAC und eMobility.

Von März 2008 bis Februar 2010 hat das SEZ mit Hilfe des EU-Projekts PRESTO Unternehmensverbände der Bau- und Konstruktionsindustrie unterstützt. Im Zentrum stand unter anderem die Definition der spezifischen Forschungs- und Entwicklungs-(FuE-) Prioritäten der KMU und deren Positionierung innerhalb der ETP.

Ein wichtiges Folgeprojekt zu PRESTO stellt für das SEZ das aktuelle Projekt Building Up dar. Seit Mai 2011 ist das Steinbeis-Europa-Zentrum Partner in Building Up, das auf die Erstellung einer Innovationsroadmap über energieeffizientes Bauen abzielt. Durch dieses Vorhaben wird die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen ETPs gefördert: im Projekt sind 6 ETPs aus verschiedenen Bereichen wie Textilien, Chemie, Stahl, Forstwirtschaft, dem Bauwesen und den neuen Materialien involviert. Sie haben sich gemeinsame Aufgaben vorgenommen, damit die EU Fortschritte auf dem Weg zu energieeffizientem Bauen machen kann.

Entstehung von Joint Technology Initiatives aus den ETP

Sechs ausgewählte Europäische Technologieplattformen wurden zu sogenannten „Gemeinsamen Technologieinitiativen“ weiterentwickelt. Diese sollen europaweit mit öffentlichen und privaten Geldern die technologischen Kernkompetenzen im Sinne der Lissabon-Strategie bzw. der Europa 2020-Strategie voranbringen.

Weitere Informationen:

www.cordis.europa.eu/technology-platforms/individual_en.html

www.epistep.org

www.presto-project.eu