EU-Projekt MobyPost
Klimaneutrale Fahrzeuge durch die neuen Technologien Brennstoffzelle und solarer Wasserstoff
Das Projekt MobyPost, das vom gemeinsamen Unternehmen „Brennstoffzellen und Wasserstoff“ (FCH Joint Undertaking) kofinanziert wird, hat sich zum Ziel gesetzt, eine umweltschonende auf Wasserstoff-Brennstoffzellen basierende Technologie auf mittlerer Ebene anzuwenden. Das Projekt sieht umfangreiche Feldexperimente vor, die die Durchführbarkeit der Technologie prüfen und deren Vermarktung auf Nischenmärkten einleiten werden.
Die Entwicklung von zwei Stationen zur Wasserstoff-Produktion und zum Aufladen ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. In der französischen Region Franche-Comté werden an zwei Standorten Solaranlagen auf den Dächern von industriellen Gebäuden installiert. Aus dem dadurch erzeugten Strom wird Wasserstoff durch eine Elektrolyse in einer Wasserlösung gewonnen. Der Wasserstoff wird in Behältern in Fahrzeugen gespeichert, um eine eingebettete Brennstoffzelle zu versorgen. Durch einen elektro-chemischen Prozess produziert die Brennstoffzelle Elektronen in ausreichender Menge.
Beide Aufladestationen werden jeweils fünf Autos für die tägliche Postverteilung von La Poste mit Wasserstoff versorgen. La Poste wird die Feldexperimente in enger Zusammenarbeit mit den anderen Partnern durchführen. Der Vorteil dieser neuartigen Lösung liegt darin, dass die benötigte Energie selbst und umweltschonend erzeugt wird.
Im Gegensatz zu den meisten existierenden Entwicklungsstrategien wird MobyPost auf Niederdruck für die Wasserstoffspeicherung setzen, was die Risiken erheblich verringern wird, die mit der Wasserstoffspeicherung verbunden sind. Die Fahrzeuge und die zwei Aufladestationen werden unter Beachtung aller benötigten Zertifizierungsprozesse entwickelt, um das Experimentieren in realen Konditionen durchzuführen. Man erwartet, dass die Wasserstofftechnologien in der Öffentlichkeit mehr Akzeptanz finden wird. Darüber hinaus ist geplant die Projektergebnisse an weitere interessierte Industriebranchen weiterzugeben.
Diese neuartige Technologie wird unter der Federführung des Institut Pierre Vernier in Besançon entwickelt. Weitere Partner sind La Poste, Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Kompetenzen in den Bereichen Fahrzeugbau, Niederdruck-Wasserstoffspeicherung, Stromproduktion aus Solarpanelen.
Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist für das administrative und finanzielle Projektmanagement zuständig. Es unterstützt den Koordinator bei der Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen allen Partnern, bei der Berichterstattung und der Verbreitung der Projektergebnisse. Außerdem unterstützt es die Partner im Bereich IPR.
Projektlaufzeit: 02/2011 - 01/2014
Beteiligte Länder: Deutschland, Frankreich, Italien und die Schweiz
Kontakt:
Eduardo Herrmann, Tel. 0721 93519 13
Email: herrmann@steinbeis-europa.de
Dr. Anthony Salingre, Tel. 0721 93519 16
Email: salingre@steinbeis-europa.de
