Regionale Zukunftsstrategien und Innovation
Der nachhaltige Erfolg von Unternehmen, Regionen und Staaten hängt in einer wissensbasierten, globalisierten Wirtschaft von ihrer Forschungs- und Innovationsfähigkeit ab. Sowohl das lokal entwickelte als auch das weltweit vorhandene Wissen muss optimal in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Strategisches Denken und Planen können nur dann optimiert werden wenn die langfristigen Perspektiven und Auswirkungen von wissenschaftlichen und technologischen Schlüsselentwicklungen einbezogen werden. Die Optimierung der Umsetzung kommt dabei nicht ohne umfassende Kenntnisse über entsprechende regionale, nationale und europäische Fördermaßnahmen aus. Praktisch bedeutet das, dass jeder, der ökonomisch relevante Entscheidungen trifft, die wichtigsten zukünftigen Herausforderungen und Trends rechtzeitig erkennen muss. Dies betrifft sowohl Unternehmer, Clustermanager, Wissenschaftler als auch öffentliche Entscheidungsträger.
Von Bedeutung sind auch solche Trends, die noch nicht klar ausgeprägt sind ("weak signals"), oder deren Bedeutung für das eigene Handeln bei kurzfristiger und oberflächlicher Betrachtung nicht erkennbar ist. In langfristiges Denken und Planen müssen deshalb, neben eigenen Stärken und Schwächen und denen des Umfelds, auch die globalen wissenschaftlich-technologischen und gesellschaftlichen Schlüsselentwicklungen einbezogen werden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen können dann Strategien für die Zukunft abgeleitet werden.
Gerade im Bereich Forschung, Technologieentwicklung und Innovation (FTI) ist es besonders wichtig, Unsicherheit und „disruptive“ Entwicklungen in seine Entscheidungen mit einzubeziehen. Hier können strategische Politik- und Managementinstrumente (SPI) wie Vorausschau (Foresight) und Technikfolgenabschätzung Investitionsentscheidungen verbessern. So ergänzen sie traditionelle Förderansätze in vorteilhafter Weise. Dieser Schnittstelle kommt deshalb bei der Arbeit des SEZ eine zentrale Bedeutung zu.
