Veranstaltungskalender
Delegationsreise nach Brasilien und Argentinien
Vom 05.11.2005 bis 13.11.2005 in Brasilien/ Argentinien
Unter Leitung von Wirtschaftsminister Ernst Pfister findet vom 5. bis 13. November 2005 eine Wirtschaftsdelegationsreise mit branchenübergreifenden Kontakt- und Kooperationsbörsen in Brasilien (São Paulo, Porto Alegre) und Argentinien (Buenos Aires) statt.
Im Rahmen der Kontakt- und Kooperationsbörsen in São Paulo, Porto Alegre und Buenos Aires bietet Baden-Württemberg International interessierten Unternehmen eine kostengünstige Gelegenheit Geschäftskontakte zu brasilianischen und argentinischen Endkunden, Vertriebspartnern, Zulieferern, usw. zu knüpfen. Die Teilnahme ist auch für Firmen interessant, die bereits in Brasilien und Argentinien aktiv sind und weitere Kontakte aufbauen möchten.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 5,2 % hat Brasilien im vergangenen Jahr den höchsten Anstieg der letzten 10 Jahre erreicht. Auch in diesem Jahr wird eine Erhöhung der Wirtschaftsleistung von rund 4 % erwartet. Brasilien gehört weltweit zu den bedeutendsten Rohstofflieferanten und entwickelt sich zunehmend zu einer Produktionsplattform der verarbeitenden Industrie für die Belieferung der Weltmärkte. Verschiedene Industriesektoren, wie z.B. Automobilindustrie, chemische Industrie, Maschinenbau und Elektrotechnik, konnten im vergangenen Jahr zweistellige Wachstumsraten erzielen; dies gilt auch für den Zukunftsmarkt Biotechnologie. Interessant für Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer ist, dass nicht nur die Industrieproduktion, sondern auch die Kapazitätsauslastung gestiegen ist. Für ein weiteres Wachstum muss die brasilianische Industrie also investieren.
Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas bietet interessante Chancen als Absatzmarkt für zahlreiche Sektoren. Für die OECD gehört Brasilien als fünftgrößtes Land der Welt mit ca. 180 Mio. Einwohnern neben China und Indien zu den interessantesten Wachstumsmärkten.
Die Metropolregion São Paulo ist nicht nur das führende Wirtschaftszentrum des Landes, sondern auch das größte industrielle Ballungsgebiet und der wichtigste Industriestandort Lateinamerikas. Fahrzeug- und Maschinenbau, Textil-, Metall- und Nahrungsmittelindustrie sind nur einige der Industrien, die sich in der Region angesiedelt haben. São Paulo ist außerdem der größte deutsche Industriestandort im Ausland.
Der Großraum Porto Alegre ist mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern und seiner breiten Industriestruktur das dominierende Wirtschaftszentrum Südbrasiliens und zählt zu einer der fortschrittlichsten Regionen Lateinamerikas. Neben der ausgeprägten Industrielandschaft, die im Wesentlichen durch Maschinenbau, Metallbe- und verarbeitung, IT-Technik, Petrochemie sowie die Schuh- und Möbelindustrie geprägt ist, spielt außerdem die im Landesin-neren hoch entwickelte Landwirtschaft eine ausgesprochen wichtige Rolle. Durch seine zent-rale Lage und Nähe zu den Nachbarländern gilt der Großraum Porto Alegre als das Zentrum der Wirtschaftsgemeinschaft MERCOSUR und als Eingangstor in alle übrigen südamerikanischen Länder.
Argentinien erstreckt sich über eine Fläche von 2,8 Mio. km² und ist damit fast achtmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Das Land hat rd. 37 Mio. Einwohner, die zu 90 % europäischer Abstammung sind. Davon leben fast 12 Mio. im Ballungsraum Buenos Aires.
Obwohl zentrale strukturelle Probleme nach wie vor ungelöst sind, sind die Wirtschaftsdaten derzeit außerordentlich positiv. Nach zwei aufeinander folgenden Jahren wirtschaftlicher Erholung mit jährlichen Wachstumsraten von über 8 % dürfte die Wirtschaft im Jahre 2005 voraussichtlich um rd. 6 % wachsen.
Ernährungswirtschaft und Lebensmittelverarbeitung sind weiterhin Rückgrat der wirtschaftlichen Gesundung. Aber auch die Bauwirtschaft konnte ihre Rolle als Motor der argentinischen Wirtschaft behaupten, die sie seit Ende 2002 innehält.
Auf industriellem Sektor herrschen Textil- / Bekleidungsindustrie sowie Fahrzeug- und Nahrungsmittelindustrie vor. An Bodenschätzen werden Kupfer- und Uranerze, Erdöl und Erdgas gefördert. Beim Export überwiegen die landwirtschaftlichen Produkte (Fleisch, Getreide, Wolle, Öle und Fette), gefolgt von Maschinen, Brennstoffen und chemischen Produkten.
Die Zeiten in denen sich die argentinische Wirtschaft alleine auf Ausfuhren von Weizen oder Fleisch stützte gehören allerdings der Vergangenheit an. Von Software über organisch angebaute Lebensmittel bis hin zu Biotech-Präparaten reicht die Bandbreite lokaler Exporteure. Vorrangige Importe sind Chemie- und Metallerzeugnisse, Metalle, Maschinen und Geräte sowie Kunststoff- und Bergbauprodukte.
Das Reiseprogramm und die Anmeldeformulare erhalten Sie von folgenden Ansprechpartnern:
Ewald Stirner, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Tel.: 0711-123-2353, ewald.stirner@wm.bwl.de
und
Externe Ansprechpartner
| Organisation | Baden-Württemberg International |
| Name | Ralph Ohmayer |
| Telefon | 0711-22787-20 |
| Fax | |
| ralph.ohmayer@bw-i.de |
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