Steinbeis-Europa-Zentrum

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Förderung von regionalen Clustern

Regionale Cluster sind wichtige „Knotenpunkte“ in internationalen Wertschöpfungsketten bzw. Innovations-Netzwerken. Sie gelten als „Hot Spots“ für Innovationen, da sie im Idealfall optimale Voraussetzungen für die Entfaltung von Innovationen bieten. Unter regionalen Clustern versteht man dabei räumliche Konzentrationen von Unternehmen, spezialisierten Dienstleistern und unterstützenden Organisationen (wie Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Kammern und Verbänden), die gemeinsam in einem bestimmten Tätigkeits- oder Technologiefeld bzw. entlang einer Wertschöpfungskette agieren. Dabei können diese Akteure sowohl im Wettbewerb zueinander stehen, als auch miteinander kooperieren.

Die Förderung solcher regionaler Cluster gilt entsprechend als ein weithin anerkanntes Instrument zur Steigerung der Produktivität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen und zur Stimulierung von Unternehmensgründungen. Entscheidungsträger auf allen politischen Ebenen (von der lokalen bis zur europäischen, in den Bereichen der Wirtschafts-, Innovations- und Struktur-Politik) sehen in der Clusterförderung ein zentrales Mittel zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand.

Das übergeordnete Ziel nachhaltiger Clusterförderung ist es, den notwendigen Wissensaustausch und dauerhafte Lernprozesse zur Entwicklung außergewöhnlicher Kompetenzen im Cluster zu unterstützen. Für eine erfolgreiche Clusterförderung ist es dabei unerlässlich, die besonderen Bedürfnisse des Clusters - je nach Phase der Clusterentwicklung - zu berücksichtigen.

In der Entstehungs- und Wachstumsphase spielen z.B. die Stärkung des disziplin-übergreifenden Wissensaustauschs und die Unterstützung der Zusammenarbeit innerhalb des Clusters eine große Rolle. In „reifen“ Clustern werden hingegen häufig traditionelle Strukturen, Produkte und Netzwerke über lange Zeit konserviert und neue Entwicklungen außerhalb des Clusters nicht mehr entsprechend wahrgenommen bzw. berücksichtigt. Hier stehen das Aufbrechen traditioneller Strukturen und überkommener Denkmuster, das Auffrischen der internen Wissensbasis durch die Öffnung nach außen sowie die Schaffung einer kreativen Atmosphäre zur Entwicklung neuer Visionen und zukunftsweisender Innovationsstrategien im Mittelpunkt der Clusterförderung.

In beiden Fällen sind strategische Politik- und Managementinstrumente (SPI) und entsprechende Fortbildungsmaßnahmen für die Entwicklung und Umsetzung einer nachhaltigen Clusterstrategie von herausragender Bedeutung.

Das SEZ unterstützt politische Entscheidungsträger und Clusterorganisationen bei der Entwicklung von Clusterstrategien und bei der Durchführung von clusterpolitischen Maßnahmen. Dabei spielt die Vermittlung von Wissen über langfristige Entwicklungen und Trends sowie über strategisches Zukunfts- und Innovationsmanagement in Unternehmen eine große Rolle. Grenzüberschreitende Lernprozesse, Internationalisierung sowie die Integration von europäischen, nationalen und regionalen Clusteraktivitäten werden vorangebracht. Zudem vernetzt das SEZ Cluster bzw. Clusterakteure im Europäischen Forschungsraum, unterstützt strategische Innovationsprozesse von Clusterakteuren, und liefert so einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit der Cluster.
Beispiele für die Mitgestaltung des SEZ in europäischen Clusterprojekten lieferten die EU-Projekte OMNI-NET, NewTickeTT und Connect-2Ideas.