Steinbeis-Europa-Zentrum

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20jähriges Jubiläum

Joint Technology Initiatives

In der ersten Phase der Europäischen Technologieplattformen (ETP) waren die Akteure vorrangig damit beschäftigt, alle relevanten Branchenvertreter ihres Themenspektrums zusammenzubringen und eine so genannte „Strategic Research Agenda (SRA)“, einen Plan über die zukünftigen Forschungsthemen in ihren jeweiligen Bereichen zu entwerfen. Dieser Prozess ist mittlerweile in den meisten ETP abgeschlossen. Aus Sicht der Europäischen Kommission hat sich das Aufgabengebiet der ETP weiterentwickelt. Sie haben einen wertvollen Beitrag für die Konzeption des siebten Forschungsrahmenprogramms der EU geleistet.

Aus sechs ausgewählten Plattformen sind nun Joint Technology Initiatives (JTI) generiert worden, die eine öffentlich-private Partnerschaft darstellen und sowohl die Mittel der Europäischen Kommission und der beteiligten Mitgliedstaaten als auch der Industrie bündeln.

Anfang Mai wurden die ersten drei JTI-Ausschreibungen für Förderprogramme, die auf den Inhalten der Strategischen Forschungsagenden der entsprechenden ETPs basieren, veröffentlicht. Dies sind die Gemeinsamen Unternehmungen ENIAC (Nanoelektronik), ARTEMIS (Embedded Systems) und IMI (innovative Medizin). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt sich als nationaler Programmträger an den beiden JTIs ENIAC und ARTEMIS mit einem Betrag von 21 Mio. Euro.
Das gesamte Budget für die Programme stammt dabei, anders als im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU, zur Hälfte aus der Industrie, der Rest wird zu 1/3 von der Europäischen Kommission und zu 2/3 von nationalen Programmen aufgebracht.

Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie in den für Europa strategischen Bereichen Mobilität, Sicherheit, Energie und Umwelt.

Alexandra Fezer, Tel. 0711 123 4027
Email: fezer@steinbeis-europa.de