Steinbeis-Europa-Zentrum

http://www.steinbeis-europa.de/271.html

Map of Europe Map of Europe Map of Europe Map of Europe

EU-Förderung von SPI-Projekten

Die Europäische Kommission verfolgt mit ihren Förderprogrammen für den Zeitraum 2007-13 das Ziel, die Entwicklung des Europäischen Forschungsraums voranzutreiben und die EU gemäß der Lissabon-Strategie zu einem wettbewerbsfähigen wissensbasierten Wirtschaftsraum zu machen. Mit dem neuen Fokus der EU-Regionalförderpolitik auf Forschung, Technologie und Innovation (FTI) sind nun auch die Strukturfonds stärker auf die Umsetzung der Lissabon-Strategie ausgerichtet.

Durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte in Bezug auf FTI ergänzen sich Förderprogramme wie das 7. Forschungsrahmenprogramm (FP 7), das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und die Strukturfonds (SF) mit ihren jeweils spezifischen Maßnahmen und Ansätzen. Während das FP 7 hauptsächlich die europäische Forschungsexzellenz in strategischen Technologiefeldern fördert, verfolgt das CIP die Umsetzung von Wissen in Innovationen. Mit ihren strukturbildenden Maßnahmen sollen die Strukturfonds alle EU-Regionen und die dort ansässigen Menschen und Unternehmen in die Lage versetzten, an den o.g. Programmen teilzunehmen.

Die Anwendung von strategischen Politik- und Managementinstrumenten (SPI) für bessere Programmentwicklung, -umsetzung und -evaluierung ermöglicht dabei die optimale Ausgestaltung von Synergien zwischen den genannten Förderprogrammen. Zusätzlich können in jedem Programm Projekte finanziert werden, die die Entwicklung und Umsetzung von Strategien für alle Technologie- und Politik-Bereiche verbessern:

  • Im 7. Forschungsrahmenprogramm können SP-Instrumente eingesetzt werden, um Projekte in allen thematischen Prioritäten des Programms „Zusammenarbeit“ in ihrer Konzeption zu verbessern und um die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse zu gewährleisten. Dies betrifft vor allem komplexere Projekte wie die Technologieplattformen mit ihren strategischen Forschungsagenden, Integrierte Projekte und Exzellenznetzwerke. In der thematischen Priorität "Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften" spielen SPI als Teil der Forschungsmethodik oder als Forschungsgegenstand eine große Rolle.
    Zudem können durch SPI-basierte Ansätze Projekte in allen Bereichen des Programms Kapazitäten („Regions of Knowledge“, „Research Potential“, „Open Method of Coordination“) langfristig orientiert, mit einem breiteren Fokus ausgestattet und besser in größere Kontexte eingeordnet werden.
  • Im Rahmen der Strukturfonds wie bspw. INTERREG kann die Anwendung von strategischen Politikinstrumenten einen Beitrag zur Definition und Umsetzung von konkreten Entwicklungszielen in den Regionen leisten. So können z.B. mittels SP-Instrumenten Strategien für regionale Innovationssysteme, Industriesektoren und Cluster entwickelt werden. Außerdem können SP-Instrumente dazu verwendet werden, gemeinsame Visionen und Aktionspläne grenzübergreifend und in Kooperation zwischen mehreren Regionen auszuarbeiten. In den Strategischen Kohäsionsleitlinien der Gemeinschaft, die die übergeordneten Prioritäten der EU-Regionalpolitik darlegen, wird die Anwendung von SP-Instrumenten explizit befürwortet, z.B. in den Leitlinien 1.2 (Förderung von Wissen und Innovation für Wachstum), 1.2.1 (Mehr und gezieltere Investitionen in Forschung und technologische Entwicklung) und 1.3.4 (Verwaltungskapazitäten).
  • Das CIP bietet mit seinen drei spezifischen Programmen Entrepreneurship und Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologien, sowie Energie die Möglichkeit, verschiedene SP-Instrumente wie Benchmarking, Evaluierung und Monitoring anzuwenden, um die Politikanalyse, -entwicklung und -koordination zu unterstützen.

Das SEZ berät und begleitet Antragsteller bei der Vorbereitung und Einreichung von Projektanträgen im FTI-Bereich unter spezieller Berücksichtigung von möglichen Anwendungsfeldern für strategische Politik- und Managementinstrumente. Die Anträge werden dabei insbesondere auf die Anpassung an die Förderprioritäten der Kommission überprüft und im Hinblick auf den Begutachtungsprozess optimiert. Zudem unterstützt das SEZ Antragsteller bei der europaweiten Suche nach geeigneten Projektpartnern. Dabei kann das SEZ auf seine zahlreichen Kontakte zu EU-Institutionen, regionalen und nationalen Organisationen sowie Forschungs- und Transfereinrichtungen zurückgreifen.