Europäische Technologieplattformen
Technologieplattformen sind eine Initiative der Europäischen Kommission, die vom EU- Forschungskommisar Janez Potocnik angeregt wurde. Seit 2004 haben sich 32 verschiedene Plattformen mit Hilfe der Großindustrie, Forschungsreinrichtungen und der Europäischen Kommission entwickelt. Sie bringen alle interessierten Akteure eines bestimmten Bereiches zusammen: Großunternehmen, KMU, die akademische Welt, Finanzierungspartner, Nutzergruppen, Aufsichtsbehörden, politische Entscheidungsträger, NRO (Nichtregierungsorganisationen) und die nationale und europäische Verwaltung.
Die derzeit 32 akkreditieren Europäischen Technologieplattformen (ETP) bündeln die vorhandenen Kompetenzen in unterschiedlichen Technologiefeldern. Diese Europäischen Technologieplattformen, die sich rasch zu Wachstumsmotoren entwickelt haben, spielen eine entscheidende Rolle bei der Verwirklichung der Lissabon-Strategie der Europäischen Kommission, die sich zum Ziel gesetzt hat, Europa in Wachstum und Innovation an die Spitze zu bringen. Ziel der ETP ist es, effektive Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen anzuregen, neue Märkte zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit durch eine klare Ausrichtung auf Kooperation und Austausch von Ideen zu stärken.
Chancen für Unternehmen aus Baden-Württemberg
Baden-Württembergische Organisationen sind in zahlreichen Plattformen durch Unternehmen Forschungseinrichtungen und Hochschulen vertreten. Das SEZ hat vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen mobile Kommunikation, ‚Embedded Systems' und Nanoelektronik mit dem EU-Projekt EPISTEP (Enhanced Participation of SMEs in IST European Technology Platforms)EPISTEP (September 2005 bis April 2008) unterstützt. Ziel war die verstärkte Einbindung der Unternehmen in die Plattformen ARTEMIS, ENIAC und eMobility.
Aktuell !!
Von März 2008 bis Februar 2010 bietet das SEZ mit Hilfe des EU-Projekts PRESTO kostenlose Unterstützung für Unternehmensverbände der Bau- und Konstruktionsindustrie. Unter anderem geht es um die Definition der spezifischen Forschungs- und Entwicklungs- (FuE-) Prioritäten der KMU und deren Positionierung innerhalb der ETP.
Entstehung von Joint Technology Initiatives (link) aus den ETP
In den nächsten Jahren werden sechs ausgewählte Initiativen der 32 Technologieplattformen zu sogenannten „Gemeinsamen Technologieinitiativen“ weiterentwickelt werden, die dann europaweit mit öffentlichem und privatem Geld die technologischen Kernkompetenzen im Sinne der Lissabon-Strategie voranbringen sollen.
Weitere Informationen:
www.cordis.europa.eu/technology-platforms/individual_en.html